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Quelle: Fotolia / vencav
REGENERATIVE:
EU-Kommission: Erlösdeckel schadet Erneuerbaren nicht
Paula Abreu Marques, Abteilungsleiterin bei der Generaldirektion Energie der EU-Kommission, versuchte auf der Konferenz Re-Source, die Sorgen in der Erneuerbaren-Branche zu zerstreuen.
 
Eine Vertreterin der EU-Kommission hat den am 31. Oktober vom Ministerrat gebilligten Entwurf für eine Erlösabschöpfung im Stromgroßhandel oberhalb von 180 Euro/MWh vor Vertretern der Erneuerbaren-Branche verteidigt. 

Paula Abreu Marques, Abteilungsleiterin (Head of Unit) in der Generaldirektion Energie der Kommission, beteuerte am 6. Oktober in einer Rede auf der Messe Re-Source für grünen Industriestrom in Amsterdam, sie habe zwar Stimmen wahrgenommen, wonach die Erlösgrenze Vertrauen in den Markt für PPA (Power Purchase Agreements, Grünstrom-Direktlieferverträge) untergrabe. Dies sei aber weder Absicht der Kommission noch der Mitgliedsstaaten, die teilweise mit nationalen Markteingriffen vorangegangen waren.

Sie sehe drei Gründe, warum PPA und Erneuerbare nicht betroffen sein würden:
  • So liege der Erlösdeckel ohnehin unter den "gegenwärtigen und künftigen" Börsenpreisen und bringe die Regenerativen im Gegenteil in den Vorteil gegenüber den Konventionellen.
  • Zweitens gelte der Deckel nur vorübergehend bis 30. Juni 2023.
  • Und schließlich habe der Vorschlag eine Revisionsklausel.
Genau daran knüpfte sich in anderen Podien auf der Re-Source die Kritik: Es wird der EU schlicht nicht geglaubt, dass die Erlösabschöpfung tatsächlich pünktlich ausläuft oder verlängert wird. Außerdem befürchtet Mathieu Ville von dem auf PPA spezialisierten Analyse-, Beratungs- und IT-Unternehmen Pexapark indirekte Effekte auf den Markt, etwa eine Zurückhaltung bei Investitionen in Erneuerbare.
 
Paula Abreu Marques von der Generalidirektion Energie bei ihrer Key Note auf der Messe Re-Source
Quelle: EuM / Georg Eble

RED III ist im Trialog

In ihrer Rede auf Englisch teilte Abreu Marques auch mit, dass der Trialog über die dritte Fassung der EU-Erneuerbaren-Richtlinie (RED III) zwischen Kommission, Ministerrat und Parlament am 6. Oktober in Straßburg begonnen hat. Die RED III lasse die Regelung in der gültigen RED II unberührt, wonach Mitgliedsstaaten die Planung und Genehmigung von grünen Kraftwerken beschleunigen dürfen.
 

Georg Eble
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Freitag, 07.10.2022, 12:43 Uhr

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