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Enerige & Management > Windkraft - Eon verkauft mit Windstrom erzeugtes Gas
Bild: Fotolia.com, DeVIce
WINDKRAFT:
Eon verkauft mit Windstrom erzeugtes Gas
Ab 1. Oktober soll die Fernseh-Werbung dafür laufen, von diesem Tag an können Privathaushalte beim größten deutschen Energie-Konzern „WindGas“ kaufen.
 
„Mit Eon WindGas entscheiden sich die Kunden für ein modernes und zukunftsfähiges Produkt, das eine Vorreiterrolle im deutschen Energiemarkt einnimmt“, wirbt Uwe Kolks, für das Privatkundengeschäft zuständiger Geschäftsführer der Eon Vertrieb Deutschland GmbH.

Bei einem Jahresverbrauch von 20 000 kWh bezahlen die Kunden einen Arbeitspreis von „rund 5,9 Cent pro kWh, und damit vergleichbar viel wie für Öko-Erdgas-Produkte“, kündigt Kolks an.

Das WindGas stammt aus dem brandenburgischen Falkenhagen, wo Eon seit August einen mit Windstrom gespeisten Elektrolyseur betreibt, der Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff spaltet. Die Anlage mit 2 MW Leistung erzeugt stündlich 360 m3 Wasserstoff, der ins Erdgasnetz eingespeist wird. Das verkaufte WindGas hat einen Wasserstoffanteil von 10 %, zertifiziert wird es vom TÜV Nord. Und wenn die Nachfrage so groß ist, dass die interessierten Kunden nicht bedient werden können? „Dann müssen wir melden: ausverkauft“, sagt der Vertriebs-Geschäftsführer. Weitere Mengen könnte Eon in etwa einem Jahr liefern aus einer im Bau befindlichen Anlage im Hamburger Stadtteil Reitbrook, sie soll stündlich 200 m3 Wasserstoff produzieren. Sowohl in Falkenhagen als auch in Hamburg wird der Windstrom für die Elektrolyseure von Eon am Markt gekauft.

Ein Geschäft wird die Power-to-Gas-Technik für Eon absehbar noch nicht, die Wasserstoffproduktion mit Windstrom ist von der Wirtschaftlichkeit weit entfernt. „Uns geht es darum, ein Zeichen für die Energiewende zu setzen, und unsere Kunden unterstützen damit die Integration von Erneuerbaren in die Energieversorgung von morgen“, erklärt Kolks.
 

Helmut Sendner
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Mittwoch, 18.09.2013, 13:20 Uhr

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