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Enerige & Management > Wasserstoff - Eon investiert in belgisches Wasserstoffunternehmen
Quelle: EASAC
WASSERSTOFF:
Eon investiert in belgisches Wasserstoffunternehmen
Das belgische Unternehmen Tree Energy Solutions (TES) hat den Abschluss seiner zweiten Finanzierungsrunde bekannt gegeben. Zu den Investoren gehören unter anderem Eon.
 
Der Essener Energiekonzern Eon ist finanziell bei dem Wasserstoff-Projektierer TES mit Sitz unweit von Brüssel (Belgien) eingestiegen. 65 Mio. Euro hat der Energiekonzern zusammen mit drei weiteren Unternehmen − den Großbanken Unit Credit und HSBC und der Reederei Zodiac Maritime − in das belgische Unternehmen investiert. Das frische Kapital will TES eigenen Angaben dazu nutzen, seine Wasserstoffprojekte zu beschleunigen. Marco Alvera erklärte: "Das neu beschaffte Kapital wird verwendet, um die endgültige Investitionsentscheidung für Wilhelmshaven bis Ende 2023 zu erreichen."

Der CEO von TES spielt damit auf das Projekt "Green Energy Hub" an. In diesem arbeiten die Belgier derzeit an einem Importterminal für Wilhelmshaven (Niedersachsen). Über diesen sollen jährlich 250 Mrd. kWh grünes Gas beziehungsweise grüner Wasserstoff nach Deutschland gelangen und so dabei helfen, diese Gase zeitnah bezahlbar anzubieten. Das Unternehmen verfolgt das Prinzip einer kreislauforientierten Kohlenstoffwirtschaft auf dem Wasserstoffmarkt. Hierzu möchte TES den Wasserstoff mit CO2 kombinieren, um daraus synthetisches Methan herzustellen. Insbesondere aus sonnenreichen Ländern des Solargürtels, in denen ein hoher Anteil an erneuerbaren Energien besteht, sollen der grüne Wasserstoff und das synthetische Methan kommen.

"Unser nachhaltiges Geschäftsmodell hat das Interesse hochrangiger Industrie- und Finanzakteure geweckt und zeigt, dass die Anfrage auf erneuerbares Erdgas steigt", erklärte Alvera.

TES und Eon sind einander keine Unbekannten. Im März dieses Jahres erst hatten beide Unternehmen die Vereinbarung einer strategischen Partnerschaft verkündet. Sie wollen mögliche gemeinsame Vorhaben entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette evaluieren (wir berichteten).

 
 

Davina Spohn
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