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Enerige & Management > Stromnetz - Entwürfe für Netzentwicklungspläne veröffentlicht
Bild: Fotolia.com, Gina Sanders
STROMNETZ:
Entwürfe für Netzentwicklungspläne veröffentlicht
Die vier Übertragungsnetzbetreiber haben ihre ersten Entwürfe des Netzentwicklungsplans (NEP) 2025 und des Offshore-Netzentwicklungsplans (O-NEP) 2025 bekanntgegeben.
 
50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben am 30. Oktober die Entwürfe für die Netzentwicklungspläne veröffentlicht: Damit können nun alle Interessierten bis zum 13. Dezember 2015 Stellungnahmen zu NEP und O-NEP abgeben. Im Vergleich zu den Vorjahren enthalten die Szenarien laut den ÜNB folgende Änderungen: Neben der Spitzenkappung für Wind-Onshore und Photovoltaikanlagen sowie der Begrenzung der CO2-Emissionen seien vor allem die neuen Rahmenbedingungen durch die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) eingeflossen. Die Netzberechnungen berücksichtigen außerdem die Eckpunkte, die im Koalitionsbeschluss vom Juli dieses Jahres festgelegt wurden.

Insgesamt rechnen die Netzbetreiber im NEP 2025 damit, insgesamt nun rund 5 900 km an Netzverstärkungen auf Bestandstrassen zu benötigen und damit etwas mehr als noch im NEP 2014 mit 5 300 km. Der Ausbaubedarf neuer Leitungstrassen liegt mit 3 300 km hingegen etwas niedriger (NEP 2014: 3 600 km) – davon sind rund 2 200 km Gleichstromverbindungen, inklusive der Gleichstrom-Interkonnektoren nach Belgien, Dänemark, Norwegen und Schweden mit einer landseitigen Länge von rund 220 km. Die vorläufigen Investitionskosten für die Netzmaßnahmen liegen in den nächsten zehn Jahren je nach Szenario zwischen 22 und 25 Mrd. Euro. Wenn die Gleichstromverbindungen Emden/Ost – Osterath, von Sachsen-Anhalt nach Bayern sowie SuedLink vollständig als Erdkabel ausgeführt werden, erhöhen sich die Schätzkosten nach Informationen der vier Übertragungsnetzbetreiber auf voraussichtlich 31 bis 36 Mrd. Euro.

Bis 2025 beträgt der Ausbaubedarf des Offshore-Netzes laut O-NEP 3,2 GW und 902 km, was gegenüber dem O-NEP 2014 eine Reduktion um fast 1,2 GW bedeutet. Vom Ausbaubedarf entfallen auf die Nordsee 2,7 GW und 712 km (drei Anbindungssysteme). Auf die Ostsee entfallen 0,5 GW und 190 km (ein Anbindungssystem). Das Gesamtvolumen der Investitionen beträgt in den nächsten zehn Jahren insgesamt rund 7 bis 10 Mrd. Euro, die Investitionen in die Ausbaumaßnahmen des Start-Offshore-Netzes von rund 5 Mrd. Euro eingeschlossen. Damit hat sich laut den ÜNB das Investitionsvolumen im Vergleich zum vorangegangenen O-NEP verringert. Gründe seien die 2014 neu formulierten Ausbauziele der Bundesregierung für Offshore-Windenergie sowie die zwischenzeitlich erfolgte Fertigstellung vieler Anbindungssysteme.

Die Netzentwicklungspläne sowie weitere Informationen finden Sie unter www.netzentwicklungsplan.de  
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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Freitag, 30.10.2015, 16:26 Uhr

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