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Enerige & Management > Gaskraftwerke - Enervie legt Kraftwerkspark still
Bild: Fotolia.com, Ralf Urner
GASKRAFTWERKE:
Enervie legt Kraftwerkspark still
Die Enervie Südwestfalen Energie und Wasser AG in Hagen hat ihren gesamten konventionellen Kraftwerkspark bei der Bundesnetzagentur zur Stilllegung angemeldet.
 
"Grund hierfür ist die derzeitige massive Fehlsteuerung der Energiemärkte, die einen wirtschaftlichen Betrieb konventioneller Steinkohle- und Gaskrsaftwerke nicht zulässt", heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Die von der Stilllegung betroffenen Erzeugungseinheiten an den Standorten Hagen, Herdecke, Werdohl und Finnentrop umfassen eine Leistung von rund 1 300 MW. "Die erwarteten Verluste bei den Kraftwerken summieren sich für Enervie derzeit auf über 30 Mio. Euro pro Jahr - mit steigender Tendenz", erklärte Vorstandschef Ivo Grünhagen. Aktuell sehe das Unternehmen auch keine Signale, die kurzfristige Abhilfe versprechen, weder im Markt noch durch ordnungspolitische Ansätze. Bereits im vergangenen August hatte das Hagener Unternehmen auf die Unwirtschaftlichkeit der Kraftwerke hingewiesen und ein Restrukturierungsprogramm aufgesetzt.

Die dauerhafte Abschaltung der Enervie-Kraftwerke könnte zum Problem werden: Das Unternehmen betreibt in Hagen und im Märkischen Kreis ein so genanntes Inselnetz, die Leistung zur einzigen Anbindung an das vorgelagerte Übertragungsnetz ist begrenzt. Eine Stilllegung der Kraftwerke würde nicht nur die Netzstabilität massiv gefährden, sie könnte auch zu einem weitreichenden Blackout führen. Die Bundesnetzagentur hat nun nach der Anmeldung zur Stilllegung der Kapazitäten ein Jahr Zeit, um die Frage der Notwendigkeit des Weiterbetriebes der Kraftwerke zu klären und gegebenenfalls Vergütungen für den Kraftwerksbetreiber zu vereinbaren, falls eine Stilllegung nicht erfolgen kann.
 

Andreas Kögler
Redakteur und CvD von E&M powernews
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Freitag, 27.09.2013, 12:41 Uhr

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