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Enerige & Management > Regenerative - Energiewendefortschritt in Baden-Württemberg bewertet
Bild: Fotolia.com, Jürgen Fälchle
REGENERATIVE:
Energiewendefortschritt in Baden-Württemberg bewertet
Das Bundesland hat seinen 8. Monitoring-Bericht zur Energiewende veröffentlicht. Danach produzierten konventionelle Kraftwerke weniger Strom und der Anteil erneuerbarer Erzeugung stieg.
 
Nach dem Monitoring-Bericht zur Energiewende 2020 in Baden-Württemberg stieg der Anteil erneuerbar erzeugten Stroms auf 31,5 %. Die Versorgungssicherheit sei auch in diesem Winter gesichert. Das Umweltministerium des Landes hat den Bericht gemeinsam mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) am 8. Januar veröffentlicht.

"Der achte Status-Bericht des ZSW liefert uns wertvolle und fundierte Informationen über den Stand und die Entwicklung der Energiewende im Land", sagte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller. "Das hilft uns, die Auswirkungen der Transformation hin zu einer regenerativen Energieversorgung zu erkennen und überall dort mit geeigneten Maßnahmen kraftvoll zu handeln, wo Bedarf besteht."

Kernenergieausstieg im Land bis Ende 2022 abgeschlossen

Mit der Stilllegung des Kernkraftwerks in Neckarwestheim bis Ende 2022 werde der Kernenergieausstieg in Baden-Württemberg erfreulicherweise abgeschlossen sein, erläuterte Untersteller. Vor allem für Baden-Württemberg seien deshalb höhere Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien und der Netzausbau von Norden nach Süden von zentraler Bedeutung, um die sinkenden Erzeugungskapazitäten im Land auszugleichen.

"Wir haben vor allem beim Zubau neuer Windenergieanlagen Nachholbedarf im Land", betonte Untersteller. "Da müssen wir dringend verbessern, um die schädlichen Treibhausgasemissionen weiter zu senken." Ein Lichtblick sei es, dass sich das Umweltministerium auf Bundesebene erfolgreich dafür eingesetzt habe, dass im überarbeiteten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nun eine Südquote verankert ist. Mit dieser sollen weniger ertragreiche Standorte besser gefördert werden, um gegenüber den Küstenregionen zu bestehen.

Wind und Wasserstoff als Alternativen

Außerdem sollen Standortgemeinden künftig von Windrädern finanziell profitieren. "Ich hoffe, dass wir so den Windkraftausbau wieder in Schwung bringen können", sagte Untersteller. Frithjof Staiß vom ZSW hob in diesem Kontext auch die Bedeutung des jüngst verabschiedeten Klimaschutzgesetzes (KSG) und der Wasserstoff-Roadmap für Baden-Württemberg hervor.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Beschlüsse zu ambitionierteren Klimaschutzzielen auf europäischer Ebene gäben die mit dem KSG beschlossenen Maßnahmen wichtige Impulse für den Fortschritt der Energiewende im Land, sagte Staiß. So sei die verpflichtende kommunale Wärmeplanung ein wichtiger Schritt in Richtung Wärmewende. "Die solare Baupflicht unterstützt den Ausbaufortschritt bei der Solarstromerzeugung", kommentierte Staiß Beschlüsse des Landes aus 2020.

Darüber hinaus befasst sich der Monitoring-Bericht mit der Strom- und Gasinfrastruktur, der Entwicklung der Energiepreise, dem Endenergieverbrauch und der Energieeffizienz. Staiß betonte, dass für Baden-Württembergs Transformation hin zu einer klimaneutralen Industriegesellschaft grüner Wasserstoff erhebliche Chancen biete, insbesondere auch für den Technologieexport, selbst wenn dessen bisherige Rolle für Baden-Württembergs Energiesystem, wie im Monitoring-Bericht nachzulesen, noch überschaubar sei.

Der Monitoring-Bericht zur Energiewende in Baden-Württemberg   steht auf der Internetseite des Landes-Umweltministeriums zum Download bereit.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Freitag, 08.01.2021, 12:50 Uhr

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