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Bild: Fotolia, vencav
REGENERATIVE:
Energieriesen mit neuen PPA
Die Energieversorger RWE und EnBW haben weitere langjährige Lieferverträge für Ökostrom geschlossen. Die jährlichen Volumen liegen bei 250 Mio. kWh und 55 Mio. kWh.
 
Neuer Vertragspartner des Essener Konzerns ist der Halbleiterindustrie-Zulieferer ASML. Das niederländische Unternehmen erhält auf der Basis eines Power Purchase Agreements (PPA) jährlich mehr als 250 Mio. kWh Strom aus erneuerbaren Energien, teilt der Versorger mit. Der Vertrag in Kraft und er habe eine Laufzeit von zehn Jahren.

Der Strom kommt nach Angaben von RWE aus den beiden neuen Onshore-Windparks Oostpolderdijk und Westereems 3, dem Offshore-Windpark Nordwester 2 sowie einer Solaranlage. Die Onshore-Windparks befinden sich in der niederländischen Provinz Groningen in der Nähe von Eemshaven. Sie sollen im Laufe dieses Jahres in Betrieb gehen. Die installierte Gesamtleistung beträgt laut RWE 16,5 MW.

Der Offshore-Windpark Nordwester 2 befindet sich Belgien, vor der Küste von Zeebrugge. Betreiber ist das belgische Unternehmen Parkwind. Die Solaranlage steht in der niederländischen Provinz Zeeland bei Borssele, RWE ist daran beteiligt.

„Die Niederlande sind einer unserer Kernmärkte, wo wir bereits sieben Onshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 300 Megawatt betreiben“, sagt Tom Glover, Chief Commercial Officer bei RWE Renewables. Das Unternehmen will seine Kapazitäten in den Niederlanden weiter ausbauen. Aktuell würden vier neue Onshore-Windparks und eine Solaranlage errichtet, deren Gesamtleistung soll bei rund 120 MW liegen.

Neuer Solarpark in Mecklenburg-Vorpommern

Der Energieversorger EnBW erweitert die Zusammenarbeit mit dem Bremer Projektentwickler Energiekontor. Zu dem im Jahr 2019 abgeschlossenen PPA ist jetzt ein zweites gekommen. Der neue Vertrag beinhaltet die Abnahme des Stroms aus einem Solarpark, den der Projektentwickler östlich von Rostock baut. Die installierte Leistung soll bei 53 MW liegen, die jährliche Stromproduktion bei 55 Mio. kWh, teilt der baden-württembergische Stromkonzern mit.

Baubeginn soll im Herbst dieses Jahres sein, die Stromproduktion im zweiten Quartal 2022 starten. Der neue Liefervertrag erstreckt sich nach Unternehmensangaben über 15 Jahre. Gerechnet wird mit einer insgesamt produzierten Strommenge von 830 Mio. kWh.

„Mit dem aktuell geschlossenen Stromabnahmevertrag zeigen wir gemeinsam mit unserem Partner Energiekontor erneut, dass große Solarparks ohne staatliche Förderung in Deutschland realisiert werden können“, sagt Peter Heydecker, der für das Geschäftsfeld Handel bei der EnBW verantwortlich zeichnet.

Wie Energieversorger betont, würde der Solarpark nicht nur den PPA-Partnern, sondern von „allen projektrelevanten Partnern ausdrücklich und aktiv befürwortet“. Denn für alle Beteiligten ergäben sich Vorteile. Ortsansässige gemeinnützige Organisationen würden unterstützt, Landwirtschaftsbetriebe durch Pachteinnahmen gestärkt, die Kommune profitiere von Pacht- und Gewerbesteuereinnahmen, zudem entstünden neue Arbeitsplätze, heißt es.
 

Manfred Fischer
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Mittwoch, 10.02.2021, 13:46 Uhr

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