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Enerige & Management > Energiemarkt - Energiemarkt künftig stärker unter der Lupe
Bild: Fotolia.com, Mirko
ENERGIEMARKT:
Energiemarkt künftig stärker unter der Lupe
Durch die Analyse von Verbraucherbeschwerden in der Energiewirtschaft sollen Fehlentwicklungen auf dem Markt frühzeitig erkannt werden.
 
Die Marktbeobachtung des Verbraucherzentrale Bundesverbands wird erweitert. In einem bundesweiten Projekt zum Aufbau eines "Marktwächters Energie" sollen Verbraucherbeschwerden im Energiemarkt aus ganz Deutschland systematisch ausgewertet werden. Das teilt die Verbraucherzentrale Niedersachsen mit. Das Projekt startet im August 2017 in den Segmenten Strom, Gas, Fernwärme, Heizkostenabrechnungen und Monopole von Ablesediensten.

Grund für die Einführung des neuen Marktwächters sei, dass die bestehende Marktaufsicht aus Verbrauchersicht unzureichend ist, erklärt die Verbraucherzentrale. Das hätten in der Vergangenheit die Insolvenzen von Energieanbietern wie Care Energy gezeigt. Durch den Einsatz der neuen Marktbeobachtung sollen entsprechende Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt werden und Verbraucher sich schneller warnen lassen. Grundlage der Datenerhebung sind die Erkenntnisse aus den Verbraucherberatungen der 16 deutschen Verbraucherzentralen. Eine Anschubfinanzierung in Höhe von 1,5 Mio. Euro wurde vom Bundestag gewährt.

Nachdem sich der Marktwächter Finanzen und Digitale Welt als sinnvolles Instrument des Verbraucherschutzes bewährt habe, sei Marktwächter Energie der nächste logische Schritt, erklärt Ingmar Streese, Leiter Geschäftsbereich Verbraucherpolitik beim Verbraucherzentrale Bundesverband. "Auch der Energiemarkt ist komplex und undurchsichtig und stellt für Verbraucher besondere Herausforderungen dar. Mit den Erkenntnissen des neuen Marktwächters werden wir frühzeitig Behörden und Politik auf Marktverfehlungen hinweisen".
 

Jonas Rosenberger
Redakteur
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Mittwoch, 16.08.2017, 17:00 Uhr

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