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Enerige & Management > Stadtwerke - Enercity plant Glasfaser-Ausbau-Offensive in Hannover
Bild: Pixabay
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Enercity plant Glasfaser-Ausbau-Offensive in Hannover
Enercity will in den nächsten zehn Jahren bis zu 200 Mio. Euro in das Glasfasernetz in Hannover investieren.
 
Gemeinsam mit seiner Tochtergesellschaft „htp“ will Enercity bis 2030 die Hälfte aller Haushalte im Stadtgebiet von Hannover mit Glasfaseranschlüssen ausstatten. Das geht aus einer Mitteilung des kommunalen Versorgers hervor. Die nun gestartete Ausbauinitiative werde bis 2035 für eine Verdreifachung der Länge der Datenübertragungsnetze im Einzugsgebiet der Landeshauptstadt sorgen. "Dann wird unser Datenübertragungsnetz zu 90 Prozent aus Glasfaser bestehen", sagt Marc Hansmann, der im Enercity-Vorstand für das Netzgeschäft verantwortlich ist.

"Das Thema Glasfaser ist von extrem großer Bedeutung für Hannovers Weg zur Smart City", erklärt Susanna Zapreva. "Wir wollen insbesondere für unsere Kunden zusätzliche Vorteile schaffen und planen deshalb 300.000 Haushalte zu erschließen", kündigt die Vorstandsvorsitzende von Enercity an.

Langfristig sollen auch noch rund 150.000 Haushalte in der Region um die Landeshauptstadt mit der Breitbandtechnologie versorgt werden. In mehr als 90 Orten seien derzeit Vermarktungsaktivitäten oder bereits Baumaßnahmen im Gang. "Wenn unsere Kunden das wollen, wird das eine richtig große Ausbauoffensive", bringt Zapreva die Planungen auf den Punkt.

Seit 2013 baut HTP die Glasfaserinfrastruktur in Wohn- und Gewerbegebieten aus. Nach Angaben von Enercity wurden bis Ende 2020 insgesamt 27.000 Privatkunden und 600 Gewerbebetriebe angeschlossen. Aktuell befinden sich 19 % der Haushalte im Stadtgebiet von Hannover am Glasfasernetz.

In den kommenden zehn Jahren werden der kommunale Versorger und seine Tochtergesellschaft gemeinsam bis zu 200 Mio. Euro in die Glasfaserinfrastruktur investieren, heißt es in der Mitteilung. Außerdem sollen Investitionen in Höhe von 750 Mio. Euro in die Entwicklung des Dienstleistungsgeschäfts fließen. Dabei gehe es insbesondere um smarte Infrastruktur und dezentrale Kundenlösungen.

"Es reicht nicht aus, die Stadt mit erneuerbaren Energien zu versorgen", erklärt Zapreva. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Energie effizient genutzt wird, ohne dabei den Lebenskomfort der Menschen zu beeinträchtigen. Dazu ist der Einsatz intelligenter Technologien erforderlich, für die große Datenmengen übertragen und bearbeitet werden müssen", so die Enercity-Chefin.
 

Fritz Wilhelm
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Freitag, 12.02.2021, 16:15 Uhr

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