• Den Smart-Meter-Aufwand minimieren
  • Forderungskatalog für die Wärmewende
  • Deutschlands erster Windpark wird 30 Jahre alt
  • Schweiz und EU wollen CO2-Handel verbinden
  • Solarworld Industries startet
  • Wahlprüfsteine für KWK
  • Grüne Fernwärme für die Energiewende
  • Zusammenfassung der deutschen Tagesmeldungen vom 16. August
  • Speicherinhalte Schweiz - Woche 33/2017
  • Kommentar: Wichtige Korrekturen notwendig
Bild: Fotolia.com, Rynio Productions
UNTERNEHMEN:
EnBW will offenbar Stellen streichen
Die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) will Medienberichten zufolge Stellen abbauen. Der Energiekonzern hatte zuvor bereits eine strategische Neuausrichtung angekündigt.
 
Einem EnBW-Sprecher zufolge laufen „Gespräche mit Arbeitnehmervertretern“ über eine „organisatorisch schlankere Aufstellung zunächst in den administrativen Bereichen“. Personalanpassungen erfolgten entweder „durch interne Wechsel mit entsprechenden Qualifizierungsangeboten oder durch freiwillige Austritte“, sagt er den Stuttgarter Nachrichten. Das bestätigte der Konzern auf Anfrage auch E&M Powernews.

Laut der Gewerkschaft ver.di gehe es darum, den Prozess nun möglichst sozialverträglich zu gestalten. Derzeit laufen laut Agenturinformationen Verhandlungen zu Interessensausgleich und Sozialplan in den betroffenen Unternehmensbereichen. Konkrete Zahlen nannte die EnBW auf Nachfrage nicht und verwies auf die laufenden Gespräche. Betriebsbedingte Kündigungen hat der Konzern aber ausgeschlossen. Das Unternehmen sei zudem darauf bedacht, die Arbeitnehmerseite konstruktiv in die Pläne einzubinden.

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter im EnBW-Konzern werde sich laut einem Sprecher bis 2017 aber nur geringfügig verändern. Der Grund: Es gibt bei der EnBW Geschäftsfelder, in denen sich das Unternehmen personell verstärken will. Dazu gehören beispielsweise die regenerative Stromerzeugung, der Vertrieb sowie das Netzgeschäft.

Neuausrichtung bereits 2013 angekündigt

Im März 2014 musste der Konzern einen hohen Ergebniseinbruch melden. Für das erste Halbjahr 2014 hat der Karlsruher Konzern einen Fehlbetrag von -735,1 Mio. Euro ausgewiesen. Vor allem Wertberichtigungen auf den Kraftwerkspark und erhöhte Drohverlustrückstellungen sorgten für das Konzern-Minus. Der Umsatz gab hingegen nur leicht um 2 % von 10,6 auf 10,4 Mrd. Euro nach.

Im Juni 2013 hatte der Konzern bereits angekündigt, sich strategisch neu ausrichten zu wollen. „Weiter machen wie bisher ist keine Option, eine strategische Neuausrichtung ist ein Muss, aber auch eine große Chance“, sagte der EnBW-Vorstandsvorsitzende Frank Mastiaux. Der Schwerpunkt soll nach Informationen des Unternehmens auf Wind- und Wasserkraftaktivitäten im industriellen Maßstab sowie den gezielten Ausbau der Netze sowohl im Transport- als auch im Verteilnetzbereich bis hin zu Smart Grids liegen.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
+49 (0)8152 9311-28
eMail
facebook
© 2017 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 29.10.2014, 14:49 Uhr

Mehr zum Thema
btn-primarybtn-primarybtn-primarybtn-primarybtn-primary