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Enerige & Management > Unternehmen - EnBW will Kraftwerke abschalten
Bild: Fotolia.com, visdia
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EnBW will Kraftwerke abschalten
Angesichts mangelnder Wirtschaftlichkeit will die Karlsruher Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) vier konventionelle Kraftwerke stilllegen.
 
Wie der Konzern mitteilte, handelt es sich dabei um den heizölbefeuerten Kombiblock III sowie die Gasturbine II am Standort Marbach und die Steinkohleblöcke 1 und 2 am Standort Walheim. Die Gesamtleistung der Blöcke beträgt 668 MW.

"Das novellierte Energiewirtschaftsgesetz und die Reservekraftwerksverordnung sehen vor, dass vorläufige und endgültige Stilllegungen mindestens 12 Monate vorher dem zuständigen Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur angezeigt werden müssen", heißt es in einer EnBW-Mitteilung. Dies habe der Konzern bereits getan. Nun müsse der ÜNB die Systemrelevanz der Kraftwerke prüfen und in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur den Zeitpunkt der Außerbetriebnahme festlegen. Zudem befinde sich das Unternehmen in Verhandlungen mit der Bonner Behörde über eine kurzfristige, konservierte Außerbetriebnahme des GuD-Blocks RDK 4 in Karlsruhe. Dieses Kraftwerke könne derzeit ebenfalls nicht wirtschaftlich betrieben werden. "Mit Blick auf potenzielle Veränderungen des Marktdesigns soll die Möglichkeit einer späteren Wiederinbetriebnahme offen gelassen werden", so die EnBW.

Der Karlsruher Konzern betreibt nach eigenen Angaben in Baden-Württemberg konventionelle Kraftwerke mit einer Gesasmtleistung von 4 290 MW.Zusätzlich befindet sich der Steinkohleblock RDK 8 mit rund 900 MW in Karlsruhe in der Inbetriebnahmephase. In Mannheim ist mit dem Block GKM 9 ein weiteres Steinkohlekraftwerk im Bau, an dem die EnBW beteiligt ist.
 

Andreas Kögler
Redakteur und CvD von E&M powernews
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Freitag, 05.07.2013, 15:44 Uhr

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