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Enerige & Management > Photovoltaik - EnBW übernimmt Solarpionier DZ4
Quelle: Fotolia / Robert Kneschke
PHOTOVOLTAIK:
EnBW übernimmt Solarpionier DZ4
Der baden-württembergische EnBW-Konzern stockt seine Anteile an DZ4 auf und wird alleiniger Anteilseigner. Der Solar-Pacht-Spezialist soll weiter wachsen.
 
EnBW übernimmt die Firma DZ4 jetzt komplett. Der Hamburger Solarpionier gehört seit Juni 2021 mehrheitlich zum EnBW-Konzern und soll auch nach der Transaktion weiter selbstständig agieren, wie es in einer Mitteilung der Unternehmen heißt. Danach hat DZ4 das „Mieten statt Kaufen“-Modell für Eigenheim-Solaranlagen im Jahr 2012 in Deutschland erfunden und ist mit mehreren tausend Kundinnen und Kunden hierzulande einer der führenden Anbieter in diesem Bereich. Diese Marktposition soll nun gemeinsam weiter ausgebaut werden.

EnBW wertet die Übernahme als „eine logische Folge der langen Partnerschaft“, die 2015 mit einem Investment der EnBW New Ventures begann. Zudem habe man das gemeinsame Ziel, die Energiewende mit bezahlbaren Lösungen voranzutreiben. „Solaranlagen und Batteriespeicher sind das Herzstück der privaten Energiewende. DZ4 macht das mit dem Mietmodell für jeden möglich. Dieses Angebot passt hervorragend in unser Portfolio und in die aktuelle Zeit“, erklärte Jürgen Stein, Innovations-Chef und bei EnBW für die Entwicklung von Neugeschäft verantwortlich.

Vertrag läuft über 25 Jahre

Spezialität von DZ4 sind Solar-Pachtmodelle für Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher und Energiemanagementsystem kann dabei für eine monatliche Gebühr gemietet werden. DZ4 übernimmt im Gegenzug alle anfallenden Aufgaben – von der Planung, Wartung und Versicherung bis hin zu Reparaturen. Diese Dienstleistungen und der Mietpreis gelten für 25 Jahre.

EnBW strebt nach eigenen Angaben für DZ4 eine Spitzenposition im Markt für Solar-Pachtmodelle an. Dafür soll unter anderem das deutschlandweite Handwerkernetzwerk ausgebaut und am Produktportfolio gearbeitet werden. „Unsere langjährige Vision ist es, ganzheitliche Lösungen anzubieten. Kundinnen und Kunden sollen ihren Strom nicht nur selbst produzieren und speichern, sondern diesen auch einfach für die Wärmeerzeugung und E-Mobilität nutzen können“, erklärte Christopher McLachlan, zusammen mit Niklas Winter Geschäftsführer von DZ4. Dabei profitiere man schon heute von der EnBW und ihrem umfangreichen System an Lösungen und Lösungspartnern für Privatkunden. Bereits seit 2017 kooperiert der Solarpionier mit den ebenfalls zum Konzern gehörenden Unternehmen Yello und Senec.
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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Mittwoch, 02.11.2022, 14:40 Uhr

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