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Enerige & Management > Kernkraft - EnBW nimmt Standort-Abfalllager in Betrieb
Der Energiekonzern EnBW bereitet den Abbruch des Kernkraftwerks Philippsburg vor. Bild: EnBW
KERNKRAFT:
EnBW nimmt Standort-Abfalllager in Betrieb
Der Energiekonzern EnBW hat auf dem Gelände des stillgelegten Kernkraftwerks Philippsburg ein Standort-Abfalllager (SAL) für radioaktives Abbruchmaterial in Betrieb genommen.
 
Das von EnBW errichtete Lager ergänzt das Reststoffbearbeitungszentrum (RBZ) am Standort Philippsburg, das sich derzeit noch in der Inbetriebnahme-Phase befindet, wie das Unternehmen mitteilte. Hier sollen die beim Rückbau der beiden Kraftwerksblöcke anfallenden Stoffe so bearbeitet werden, dass das Volumen möglichst gering ausfällt und auch Rohstoffe zurückgewonnen werden. Die verbleibenden schwach- und mittelradioaktiven Abfälle kommen dann ins SAL, bis das dafür vorgesehene Endlager Schacht Konrad in Betrieb ist.

Jörg Michels, Chef der Kernkraftsparte bei EnBW, sprach anlässlich der Inbetriebnahme am Dienstag von einem wichtigen Meilenstein bei der Rückbau-Logistik. Noch im laufenden Jahr wolle man – trotz der schwierigeren Bedingungen wegen des Corona-Virus – mit dem Reststoffbearbeitungszentrum fertig werden. Ein nahezu identischer Komplex entsteht gerade auch beim Kernkraftwerk Neckarwestheim (GKN), das Ende 2022 vom Netz geht.

Vier der fünf EnBW-Kernkraftwerke befinden sich bereits im Rückbau: Das Kernkraftwerk Obrigheim, der Block I des GKN sowie beide Blöcke in Philippsburg. Für die fünfte Anlage, den GKN-Block II in Neckarwestheim, wurde der Rückbau bereits beantragt, um unmittelbar nach der Abschaltung damit beginnen zu können.

Die verbrauchten Brennstäbe werden in separaten Zwischenlagern in Neckarwestheim und Philippsburg aufbewahrt, bis ein Endlager in Betrieb ist.
 

Günter Drewnitzky
© 2020 Energie & Management GmbH
Dienstag, 14.04.2020, 15:57 Uhr

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