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Energie & Management > Wasserkraft - EnBW kann Wasserkraftwerk Forbach ausbauen
Das Rudolf-Fettweis-Werk in Forbach. Quelle: EnBW
Wasserkraft

EnBW kann Wasserkraftwerk Forbach ausbauen

Die Energie Baden-Württemberg AG hat für den geplanten Ausbau des Wasserkraftwerks in Forbach den Planfeststellungsbescheid erhalten. Das bedeutet grünes Licht für das Vorhaben.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat die Genehmigung für den geplanten Umbau des bisherigen Laufwasser- und Speicherkraftwerks und den Ausbau des Pumpspeicherwerks Rudolf-Fettweis-Werk erteilt. „Der Planfeststellungbescheid ist ein sehr wichtiger Meilenstein für unser Projekt. Seit der Einreichung der Antragsunterlagen Anfang 2018 haben wir intensiv mit den beteiligten Behörden zusammengearbeitet, um die vielfältigen Auflagen für ein komplexes Bauvorhaben dieser Art zu erfüllen“, erklärte dazu der zuständige EnBW-Projektleiter Ulrich Gommel. Als nächster Schritt steht nun die endgültige Investitionsentscheidung durch die EnBW-Gremien an. Sie soll bis Mitte Mai getroffen werden. Die Gesamtkosten für den Ausbau liegen nach Angaben von EnBW im unteren dreistelligen Millionenbereich. Die Arbeiten sollen Anfang 2024 starten und bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Der Umbau sieht vor, das bestehende Ausgleichsbecken in Forbach um einen unterirdischen Kavernenwasserspeicher im angrenzenden Berg zu erweitern und diese dann als Unterbecken zu nutzen. Die komplett neue Kraftwerkstechnik, zu der unter anderem eine 54-MW-Pumpturbine für das Schwarzenbachwerk und drei Francis-Turbinen mit insgesamt zirka 23 MW für das Murgwerk gehören, wird ebenfalls innerhalb des Berges in einer eigenen Kraftwerkskaverne untergebracht. Die Schwarzenbachtalsperre soll weiterhin als Oberbecken dienen.

Das Rudolf-Fettweis-Werk (RFW) in Forbach im Nordschwarzwald hat derzeit eine Gesamtleistung von rund 71 MW. Es besteht aus vier Einzelkraftwerken, die zwischen 1914 und 1926 gebaut wurden. Hauptbestandteile sind die Schwarzenbachtalsperre mit einem Speichervolumen von 14 Millionen Kubikmetern sowie das Maschinenhaus und die Stauhaltungen in Forbach und Kirschbaumwasen. Über Stollen und Druckleitungen gelangt das Wasser in das 150 beziehungsweise 357 Meter tiefer gelegene RFW und wird dort zur Stromerzeugung eingesetzt.

Montag, 13.03.2023, 12:19 Uhr
Gnter Drewnitzky
Energie & Management > Wasserkraft - EnBW kann Wasserkraftwerk Forbach ausbauen
Das Rudolf-Fettweis-Werk in Forbach. Quelle: EnBW
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EnBW kann Wasserkraftwerk Forbach ausbauen
Die Energie Baden-Württemberg AG hat für den geplanten Ausbau des Wasserkraftwerks in Forbach den Planfeststellungsbescheid erhalten. Das bedeutet grünes Licht für das Vorhaben.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat die Genehmigung für den geplanten Umbau des bisherigen Laufwasser- und Speicherkraftwerks und den Ausbau des Pumpspeicherwerks Rudolf-Fettweis-Werk erteilt. „Der Planfeststellungbescheid ist ein sehr wichtiger Meilenstein für unser Projekt. Seit der Einreichung der Antragsunterlagen Anfang 2018 haben wir intensiv mit den beteiligten Behörden zusammengearbeitet, um die vielfältigen Auflagen für ein komplexes Bauvorhaben dieser Art zu erfüllen“, erklärte dazu der zuständige EnBW-Projektleiter Ulrich Gommel. Als nächster Schritt steht nun die endgültige Investitionsentscheidung durch die EnBW-Gremien an. Sie soll bis Mitte Mai getroffen werden. Die Gesamtkosten für den Ausbau liegen nach Angaben von EnBW im unteren dreistelligen Millionenbereich. Die Arbeiten sollen Anfang 2024 starten und bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Der Umbau sieht vor, das bestehende Ausgleichsbecken in Forbach um einen unterirdischen Kavernenwasserspeicher im angrenzenden Berg zu erweitern und diese dann als Unterbecken zu nutzen. Die komplett neue Kraftwerkstechnik, zu der unter anderem eine 54-MW-Pumpturbine für das Schwarzenbachwerk und drei Francis-Turbinen mit insgesamt zirka 23 MW für das Murgwerk gehören, wird ebenfalls innerhalb des Berges in einer eigenen Kraftwerkskaverne untergebracht. Die Schwarzenbachtalsperre soll weiterhin als Oberbecken dienen.

Das Rudolf-Fettweis-Werk (RFW) in Forbach im Nordschwarzwald hat derzeit eine Gesamtleistung von rund 71 MW. Es besteht aus vier Einzelkraftwerken, die zwischen 1914 und 1926 gebaut wurden. Hauptbestandteile sind die Schwarzenbachtalsperre mit einem Speichervolumen von 14 Millionen Kubikmetern sowie das Maschinenhaus und die Stauhaltungen in Forbach und Kirschbaumwasen. Über Stollen und Druckleitungen gelangt das Wasser in das 150 beziehungsweise 357 Meter tiefer gelegene RFW und wird dort zur Stromerzeugung eingesetzt.

Montag, 13.03.2023, 12:19 Uhr
Gnter Drewnitzky

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