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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - EnBW fürchtet Nachteile durch Ladesäulen-Förderung
Bild: Jonas Rosenberger
ELEKTROFAHRZEUGE:
EnBW fürchtet Nachteile durch Ladesäulen-Förderung
Der Energiekonzern EnBW kritisiert die Pläne des Bundesverkehrsministeriums zur Förderung von leistungsstarken Ladesäulen für Elektroautos.
 
(dpa) - Die geplante gezielte Förderung von Schnellladeinfrastruktur in Verbindung mit Preisobergrenzen gehe zulasten jener Anbieter, die Schnellladepunkte bereits betrieben, argumentierte das Unternehmen. 

"Bislang herrschte weitgehend Einigkeit, die Ladeinfrastruktur in Deutschland marktgetrieben auszubauen", heißt es in einem Schreiben des Konzerns an die Staatssekretäre Tamara Zieschang und Steffen Bilger, über das die Welt am Sonntag berichtete. Durch das geplante Schnellladegesetz aber befürchte man "als größter Betreiber von Schnellladeinfrastruktur in Deutschland erhebliche negative Auswirkungen auf den bestehenden Markt und den zukünftigen Wettbewerb". 

Wenn die Bundesregierung ihre Förderung an Preisobergrenzen für Ladevorgänge koppele, führe das zu einem ruinösen Wettbewerb für die Bestandsinfrastruktur. In der Folge würden geplante Standorte nicht mehr realisiert, weil weder Kunden noch Einzelhandelspartnern höhere Preise als an den geförderten Standorten vermittelbar wären. 

Das Verkehrsministerium hält die Befürchtungen für unbegründet. Das geplante Schnellladenetz solle gerade die vorhandenen lokalen Lücken im Schnellladebereich mit Blick auf Mittel- und Langstreckenfahrten schließen, teilt es auf Anfrage mit. Derzeit gebe es laut Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur deutschlandweit lediglich 798 Ladepunkte mit 150 kW Leistung oder mehr. 

Der bisherige Bestand an Ladesäulen werde in die Bedarfsermittlung einbezogen. Konkurrenzsituationen würden so vermieden. "Sollte es dennoch vorkommen, dass nachweislich Bestandsbetreiber durch den Aufbau des Schnellladenetzes einen unfairen wirtschaftlichen Nachteil erleiden, soll im geplanten Schnellladegesetz die Möglichkeit der Entschädigung geregelt werden", führte das Ministerium aus.
 

dpa
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Montag, 25.01.2021, 14:39 Uhr

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