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Enerige & Management > Gasnetz - Elf Unternehmen wollen Geld aus der Gasumlage
Quelle: Shutterstock / Visionsi
GASNETZ:
Elf Unternehmen wollen Geld aus der Gasumlage
Trading Hub Europe (THE) hat die Namen der Unternehmen veröffentlicht, die Ansprüche auf Gelder aus der Gasumlage, die am 1. Oktober eingeführt wird, angemeldet haben.
 
Mit der Gasumlage sollen Gasimporteure entlastet werden, die wegen des fehlenden Erdgases aus Russland teuer nachkaufen müssen, die Kosten aber nicht an die Kunden weitergeben können.

So hatte beispielsweise in diesen Tagen Uniper bekannt gemacht, dass der Konzern im ersten Halbjahr ein Minus von 12 Mrd. Euro angehäuft habe. Wie Vorstandsvorsitzender Klaus-Dieter Maubach erklärte, betrage der durchschnittliche Verlust 60 Mio. Euro täglich, an manchen Tagen seien es auch schon mehr als 100 Mio. Euro gewesen. Die Schuld gab er eindeutig den ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland: Es komme nur ein Fünftel der vereinbarten Menge in Deutschland an. Die angeblichen technischen Probleme mit Nord Stream 1 sind für Maubach ganz klar nur ein Vorwand. Es gäbe Alternativen zu dieser Pipeline, die für Ersatzlieferungen genutzt werden könnten. Sie würden aber nicht genutzt. Gleichzeitig kündigte der Uniper-CEO an, das Gasportfolio umzustrukturieren, vor allem mit Blick auf die langfristigen Verträge.

Insgesamt haben laut THE folgende Unternehmen Ansprüche auf Leistungen aus der Umlage angemeldet:
  • Axpo Solutions AG,
  • DXT Commodities S.A.,
  • EWE Trading GmbH,
  • Enet Energy SA,
  • Gunvor Group Ltd.,
  • RWE Supply & Trading GmbH,
  • OMV Gas Marketing & Trading Deutschland GmbH,
  • Sefe Marketing & Trading Ltd. (die ehemalige Gazprom Marketing & Trading),
  • Uniper SE,
  • Vitol SA,
  • VNG Handel & Vertrieb GmbH,
  • WIEH GmbH (ehemals Gazprom-Konzern).
Lauf Wirtschaftsministerium wurden 34 Mrd. Euro an erwarteten Kosten geltend gemacht. Rund die Hälfte davon entfalle auf Uniper. Für Verwirrung sorgte zunächst, dass auch die RWE-Energiehandelsgesellschaft Supply & Trading GmbH aufgelistet ist, obwohl RWE-Vorstandschef Markus Krebber angekündigt hatte, keine Gelder in Anspruch nehmen zu wollen. Seitens RWE hieß es dazu, man sei zwar formal aufgelistet, habe aber keinen finanziellen Schaden geltend gemacht. Man trage die Verluste selbst und werde das auch in Zukunft tun.
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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Montag, 22.08.2022, 14:29 Uhr

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