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Energie & Management > Wirtschaft - Einkommen prägt Wechselverhalten
Quelle: Pixabay / Photo Mix
Wirtschaft

Einkommen prägt Wechselverhalten

Eine Umfrage von Octopus Energy zeigt Unterschiede beim Anbieterwechsel. Haushalte mit geringem Einkommen wechseln seltener – und nutzen mögliche Einsparungen damit weniger häufig.
Nur knapp ein Drittel der Haushalte hat seinen Stromanbieter in den vergangenen Jahren mehrfach gewechselt. Dabei zeigen sich insbesondere Unterschiede nach Einkommen, Alter und Bildung. Das geht aus dem „Wechselmonitor 2026“ von Octopus Energy hervor, den der Energieversorger am 6. Oktober veröffentlichte.

Für die Untersuchung befragte „YouGov“ Ende August 3.850 Menschen ab 18 Jahren. Von den Befragten kümmerten sich 3.157 allein oder gemeinsam mit anderen Personen um den Stromvertrag ihres Haushalts. Auf diese Gruppe beziehen sich die veröffentlichten Ergebnisse. 32 Prozent haben ihren Stromanbieter bereits mehrfach gewechselt, zuletzt innerhalb der vergangenen drei Jahre. Die übrigen 68 Prozent befinden sich entweder in der Grundversorgung, haben bislang nur einmal den Anbieter gewechselt oder ihr letzter Wechsel liegt mehr als drei Jahre zurück.

Besonders groß fallen demnach die Unterschiede zwischen den Einkommensgruppen aus. Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.500 Euro haben 27 Prozent der Befragten mehrfach und innerhalb der vergangenen drei Jahre den Anbieter gewechselt. Bei Haushalten mit einem Nettoeinkommen ab 3.000 Euro liegt der Anteil bei 43 Prozent.

Auch ältere Menschen, Mieter sowie Befragte mit niedrigerer formaler Bildung wechseln laut Untersuchung seltener. Die Ergebnisse legen damit einen Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Faktoren und der Nutzung von Tarifangeboten nahe. 

Octopus Energy sieht darin ein strukturelles Problem des Strommarkts. „Ein Strommarkt ist nicht fair, wenn günstige Preise nur bei denjenigen ankommen, die regelmäßig Vergleichsportale prüfen und ihren Vertrag wechseln. Die besten verfügbaren Tarife müssen auch bestehende Kundinnen und Kunden erreichen“, sagte Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy Germany. 

Viele können mögliche Ersparnisse nicht einschätzen

Nach Angaben der Bundesnetzagentur wechseln jährlich nur rund 14 Prozent der Haushalte ihren Stromanbieter und rund 17 Prozent ihren Gasanbieter. Dabei kann ein Wechsel die Haushaltskosten spürbar senken. Die Bundesnetzagentur beziffert die mögliche jährliche Ersparnis auf durchschnittlich rund 95 Euro bei Strom und rund 360 Euro bei Gas. Dennoch nimmt ein Großteil der Haushalte dieses Sparpotenzial nicht in Anspruch.

Ein Grund dafür ist laut Wechselmonitor, dass viele Menschen das Sparpotenzial eines Wechsels unterschätzen. Von den Befragten, die automatisch beliefert werden oder seit über einem Jahr nicht gewechselt haben, glauben 72 Prozent, dass sich ein Anbieterwechsel für sie finanziell nicht lohnt. Unter Rentnerinnen und Rentnern sind es sogar 81 Prozent. Lediglich 31 Prozent von ihnen können überhaupt eine Schätzung ihres eigenen Strompreises abgeben. 

Octopus Energy fragte außerdem nach möglichen regulatorischen Eingriffen. 85 Prozent der Befragten befürworten demnach eine gesetzliche Pflicht für Energieanbieter, ihre Kunden regelmäßig über den jeweils günstigsten verfügbaren Tarif des Unternehmens zu informieren. 83 Prozent sprechen sich für Vorgaben aus, die Stromrechnungen und Schreiben zu Preisänderungen verständlicher machen sollen.

Zustimmung findet nach Angaben des Unternehmens auch die Forderung, günstige Neukundentarife Bestandskunden anzubieten. Mehr als die Hälfte der Befragten bezeichnet die Strompreise in Deutschland derzeit als nicht transparent und nachvollziehbar. (hr) 
 
Mehr als die Hälfte der Befragten hält die Strompreise in Deutschland derzeit für nicht transparent und nachvollziehbar.
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Quelle: Octopus Energy

 

Mittwoch, 7.10.2026, 11:17 Uhr
Heidi Roider
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Einkommen prägt Wechselverhalten
Eine Umfrage von Octopus Energy zeigt Unterschiede beim Anbieterwechsel. Haushalte mit geringem Einkommen wechseln seltener – und nutzen mögliche Einsparungen damit weniger häufig.
Nur knapp ein Drittel der Haushalte hat seinen Stromanbieter in den vergangenen Jahren mehrfach gewechselt. Dabei zeigen sich insbesondere Unterschiede nach Einkommen, Alter und Bildung. Das geht aus dem „Wechselmonitor 2026“ von Octopus Energy hervor, den der Energieversorger am 6. Oktober veröffentlichte.

Für die Untersuchung befragte „YouGov“ Ende August 3.850 Menschen ab 18 Jahren. Von den Befragten kümmerten sich 3.157 allein oder gemeinsam mit anderen Personen um den Stromvertrag ihres Haushalts. Auf diese Gruppe beziehen sich die veröffentlichten Ergebnisse. 32 Prozent haben ihren Stromanbieter bereits mehrfach gewechselt, zuletzt innerhalb der vergangenen drei Jahre. Die übrigen 68 Prozent befinden sich entweder in der Grundversorgung, haben bislang nur einmal den Anbieter gewechselt oder ihr letzter Wechsel liegt mehr als drei Jahre zurück.

Besonders groß fallen demnach die Unterschiede zwischen den Einkommensgruppen aus. Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.500 Euro haben 27 Prozent der Befragten mehrfach und innerhalb der vergangenen drei Jahre den Anbieter gewechselt. Bei Haushalten mit einem Nettoeinkommen ab 3.000 Euro liegt der Anteil bei 43 Prozent.

Auch ältere Menschen, Mieter sowie Befragte mit niedrigerer formaler Bildung wechseln laut Untersuchung seltener. Die Ergebnisse legen damit einen Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Faktoren und der Nutzung von Tarifangeboten nahe. 

Octopus Energy sieht darin ein strukturelles Problem des Strommarkts. „Ein Strommarkt ist nicht fair, wenn günstige Preise nur bei denjenigen ankommen, die regelmäßig Vergleichsportale prüfen und ihren Vertrag wechseln. Die besten verfügbaren Tarife müssen auch bestehende Kundinnen und Kunden erreichen“, sagte Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy Germany. 

Viele können mögliche Ersparnisse nicht einschätzen

Nach Angaben der Bundesnetzagentur wechseln jährlich nur rund 14 Prozent der Haushalte ihren Stromanbieter und rund 17 Prozent ihren Gasanbieter. Dabei kann ein Wechsel die Haushaltskosten spürbar senken. Die Bundesnetzagentur beziffert die mögliche jährliche Ersparnis auf durchschnittlich rund 95 Euro bei Strom und rund 360 Euro bei Gas. Dennoch nimmt ein Großteil der Haushalte dieses Sparpotenzial nicht in Anspruch.

Ein Grund dafür ist laut Wechselmonitor, dass viele Menschen das Sparpotenzial eines Wechsels unterschätzen. Von den Befragten, die automatisch beliefert werden oder seit über einem Jahr nicht gewechselt haben, glauben 72 Prozent, dass sich ein Anbieterwechsel für sie finanziell nicht lohnt. Unter Rentnerinnen und Rentnern sind es sogar 81 Prozent. Lediglich 31 Prozent von ihnen können überhaupt eine Schätzung ihres eigenen Strompreises abgeben. 

Octopus Energy fragte außerdem nach möglichen regulatorischen Eingriffen. 85 Prozent der Befragten befürworten demnach eine gesetzliche Pflicht für Energieanbieter, ihre Kunden regelmäßig über den jeweils günstigsten verfügbaren Tarif des Unternehmens zu informieren. 83 Prozent sprechen sich für Vorgaben aus, die Stromrechnungen und Schreiben zu Preisänderungen verständlicher machen sollen.

Zustimmung findet nach Angaben des Unternehmens auch die Forderung, günstige Neukundentarife Bestandskunden anzubieten. Mehr als die Hälfte der Befragten bezeichnet die Strompreise in Deutschland derzeit als nicht transparent und nachvollziehbar. (hr) 
 
Mehr als die Hälfte der Befragten hält die Strompreise in Deutschland derzeit für nicht transparent und nachvollziehbar.
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Quelle: Octopus Energy

 

Mittwoch, 7.10.2026, 11:17 Uhr
Heidi Roider

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