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Enerige & Management > Wärme - Einheitliches Antragsverfahren bei Erneuerbarer Wärme
Bild: Ritter
WÄRME:
Einheitliches Antragsverfahren bei Erneuerbarer Wärme
Das Bundeswirtschaftsministerium ändert die Förderrichtlinien des Marktanreizprogramms (MAP) für Maßnahmen zur Nutzung der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt.
 
Anträge auf MAP-Förderung, die nach dem 1. Januar 2018 eingereicht werden, müssen künftig auf jeden Fall gestellt werden, bevor mit der Umsetzung der Maßnahme begonnen wird, beispielsweise bevor eine Solarthermieanlage errichtet wird. Planungsleistungen dürfen allerdings weiterhin vor der Antragstellung in Anspruch genommen werden. Die Änderung der Richtlinien trat am 15. August 2017 in Kraft.

Bislang gibt es noch zwei unterschiedliche Verfahren, die sich danach richten, ob ein Antrag vor oder nach Errichtung der zu fördernden Anlage gestellt wird. Eine Übergangsfrist gilt für Anlagen und Optimierungsmaßnahmen, für die bis einschließlich 31. Dezember 2017 ein Förderantrag gestellt wird. Im Bundesanzeiger heißt es dazu: „Bis zum 30. September 2018 können Anträge für die Förderung von Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2017 in Betrieb genommen wurden, bzw. von Optimierungsmaßnahmen, die bis zum 31. Dezember 2017 durchgeführt wurden, auch noch nach der Inbetriebnahme bzw. der Maßnahmendurchführung gestellt werden, wenn der Antrag innerhalb von neun Monaten nach Inbetriebnahme der Anlage bzw. dem Abschluss der Optimierungsmaßnahmen bei BAFA eingeht.“

Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeirums soll mit der Änderung des MAP-Antragsverfahrens die Umsetzung der „Förderstrategie für Energieeffizienz und erneuerbare Energien“ vorbereitet werden, die eine Reform der Förderangebote für Haushalte bis zum Jahr 2020 vorsieht.

Im Rahmen des Marktanreizprogramms unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium den Einsatz erneuerbarer Energien bei der Erzeugung von Wärme und Kälte, vor allem Solarthermieanlagen, Wärmepumpen und Pelletkessel. Ebenso werden Wärmenetze und Wärmespeicher gefördert. Bei kleineren Anlagen gewährt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) Investitionszuschüsse. Bei größeren Anlagen können die Betreiber Tilgungszuschüsse zu zinsgünstigen Darlehen der KfW in Anspruch nehmen. Diese werden auf Grundlage des KfW-Programms „Erneuerbare Energien – Premium“ gewährt.
 
 

Fritz Wilhelm
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Dienstag, 15.08.2017, 16:06 Uhr

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