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Quelle: E&M / Jonas Rosenberger
ELEKTROFAHRZEUGE:
Einfach laden über Blockchain: Projekt soll in den Markt gehen
Ein Verbundprojekt, das von Fraunhofer koordiniert wird, soll E-Automobilisten und allen anderen Beteiligten ein barrierefreies und netzdienliches Laden ermöglichen.
 
Über den Start des dreijährigen Verbundprojektes "Barrierefreie und nutzerfreundliche Lademöglichkeiten schaffen" (Banula) informierten am 21. Oktober zwei der zehn Projektpartner, die Uni Stuttgart und die Kanzlei Becker Büttner Held (BBH).

Ziel ist demnach, Elektroautofahrern und -fahrerinnen das möglichst einfache, diskriminierungsfreie und preistransparente Laden an möglichst vielen Säulen zu ermöglichen und dabei auch Probleme aller anderen Akteure zu lösen:
  • Die energiewirtschaftliche Kommunikation, Abrechnung und Bilanzierung soll automatisch und manipulationssicher im Hintergrund laufen - in Echtzeit.
  • Die Ladevorgänge sollen eichrechtlich in Ordnung sein.
  • Übertragungs- wie Netzbetreiber (ÜNB, VNB) bekommen in Echtzeit netzknotenscharf Transparenz über die Ladeleistung und die von ihr induzierten Lastflüsse. Sie bekommen Analysedaten, mit denen sich die Ladeinfrastruktur gezielt ausweiten lässt.
  • Selbst Smart Meter Gateways sind in das System integriert.
Ausdrücklich wollen die Konsorten des Projekts die Ergebnisse in den operativen Betrieb und in den Markt überführen. Zum Kern von Banula gehört auch, neue Geschäfts- und Betreibermodelle zu identifizieren. Entsprechend soll es auch mit einer "signifikanten" Testflotte erprobt werden.

Um dies alles zu schaffen, will das Konsortium alle energiewirtschaftlichen Rollen, die beim E-Auto-Laden beteiligt sind, in der Transaktionsregister-Technologie Blockchain auf einer übergeordneten Ebene miteinander kommunizieren lassen, also Ladestation-Betreiber, E-Mobilitäts-Provider, ÜNB, VNB und die Endkundinnen und Endkunden. Künstliche Intelligenz (KI) soll zudem den Zugang, die Transparenz und die energiewirtschaftlichen Geschäftsprozesse unterstützen. Das Versprechen lautet, dass alle Marktrollen von dem künftigen System profitieren. 

Der Partnerkreis des Projekts setzt sich wie folgt zusammen:

• das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) als Verbundkoordinator
• der Freiburger Regionalversorger Badenova
• die Kanzlei BBH: Sie „zeigt auf, wie der Gesetzesrahmen angepasst werden müsste, um die Nutzungsmöglichkeiten im Bereich der Ladeinfrastruktur zu flexibilisieren“, erklärt BBH-Partner Christian de Wyl.
• die IT-Schmiede Fujitsu
• von der Uni Stuttgart die Institute für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) sowie für Energieübertragung und Hochspannungstechnik (IEH)
• die Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg
• Schwarz Immobilien Service
• smartlab Innovationsgesellschaft mbH
• und der baden-württembergische ÜNB TransnetBW

Das Forschungsvorhaben ist auf 9,2 Mio. Euro veranschlagt und erhält eine Förderung vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi).
 

Georg Eble
Redakteur
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Donnerstag, 21.10.2021, 16:58 Uhr

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