• Strom am langen Ende getrieben von CO2-Zertifikaten und Kohle
  • Habeck will Energiesparen in Amtsstuben anordnen
  • Aggressive Akquise in Bonn
  • Engere Kooperation für neue Dimension der Erdwärme
  • Geschäftsführung von EWE Trading wieder zweiköpfig
  • Erneuerbare helfen EnBW über Vertriebsverluste hinweg
  • Badischer Ökoenergie-Projektierer will expandieren
  • Millionenspritze für Stadtwerke Stuttgart
  • Importe aus Russland sinken und steigen gleichzeitig
  • Verbände nennen Bundesregierung "tatenlos" beim Energiesparen
Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Ein öffentlicher Ladepunkt für 21 Elektrofahrzeuge
Quelle: Lichtblick
ELEKTROFAHRZEUGE:
Ein öffentlicher Ladepunkt für 21 Elektrofahrzeuge
Deutschland hinkt beim Ausbau der öffentlich zugängigen Ladesäulen hinterher. Dies zeigt das aktuelle E-Ladenetz-Ranking des Verband der Automobilindustrie (VDA).
 
Die Installation öffentlicher Ladesäulen verläuft in manchen Regionen Deutschlands sehr schleppend. Pro Monat stehen 55.000 neu zugelassenen Elektrofahrzeugen rund 1.000 neu installierte Ladepunkte gegenüber. Laut VDA wären rein rechnerisch monatlich jedoch rund 8.000 neue Ladepunkte nötig. Laut dem am 1. Dezember erschienenen Update des VDA-E-Ladenetz-Ranking kommen mit Stand 1. Oktober rund 21 E-Pkw auf einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt.

Mit Verweis auf die Zahlen der Bundesnetzagentur und des Kraftfahrtbundesamtes beziffert der VDA die Zahl öffentlich zugängiger Ladepunkte zum 1. Oktober bundesweit auf mehr als 48.700. Bei über 7.000 davon handelt es sich um Schnellladepunkte. Wie VDA-Präsidentin Hildegard Müller anführt, erhöhen die ambitionierten Ziele der neuen Bundesregierung – bis zu 15 Mio. Elektrofahrzeuge bis 2030 – nochmals den Druck auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur. "Damit die Ziele erreicht werden können, muss der Staat beim Ausbau der Ladeinfrastruktur entschlossen agieren", fordert Müller.

Energieversorger sowie Bürgermeister und Landräte müssten den lokalen Aufbau besser koordinieren, heißt es seitens des VDA. Neue Lademöglichkeiten müssten dazu kommen − etwa am Arbeitsplatz, im Handel, an Tankstellen, in Parkhäusern und in heimischen Garagen per Wallbox. "Wir brauchen überall mehr Tempo", betont Müller. Eine flächendeckende und leistungsfähige Ladeinfrastruktur sei die wichtigste Voraussetzung dafür, Menschen zum Umstieg auf die Elektromobilität zu bewegen. Müller: "Sie müssen das Vertrauen haben, dass sie ihr E-Auto überall und zu jeder Zeit laden können".

Besonders dynamisch verlief der Ladepunktausbau in den vergangenen drei Monaten im Landkreis Ravensburg, wo 145 neue Ladepunkte gemeldet wurden. Es folgt Köln (117) vor Ingolstadt (95). Beim Schnellladepunkt-Ausbau liegt der Landkreis München mit 32 neuen Punkten vorne. Dahinter Berlin mit 23 neuen Punkten. Jeweils 16 neue Schnellladepunkte wurden im Main-Kinzig-Kreis in Hessen und im Landkreis Regensburg gemeldet.

Weitere Ergebnisse des E-Ladenetz-Ranking    stellt der VDA auf seiner Internetseite zur Einsicht bereit. 
 

Davina Spohn
Redakteurin
+49 (0) 8152 9311 18
eMail
facebook
© 2022 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 01.12.2021, 16:36 Uhr

Mehr zum Thema