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Enerige & Management > Gas - DVGW präsentiert Ergebnisse des Energieimpulses
Bild: Fotolia.com, WoGi
GAS:
DVGW präsentiert Ergebnisse des Energieimpulses
Gase und die Gasinfrastruktur sind unverzichtbare Bestandteile eines erneuerbaren Energiesystems, bekräftigt der Verband.
 
Der Gaswirtschaftsverband DVGW ist davon überzeugt, dass die kurzfristigen und langfristigen Klimaziele für 2020, 2030 und 2050 kosteneffizient und sicher zu erreichen sind, wenn Erdgas und grüne Gase stärker in das Energiesystem einbezogen werden. Gas werde bislang nicht ausreichend berücksichtigt, beklagte der DVGW-Vorstandsvorsitzende Gerald Linke zum Abschluss des Expertendialogs Energieimpuls in Berlin.

Der DVGW-Vorschlag zur stärkeren Einbeziehung sieht drei sich ergänzende Schritte vor: die Ablösung von Kohle und Öl durch Erdgas (Fuel-Switch), die kontinuierliche Ablösung von Erdgas durch grüne und synthetische Gase in der Gasversorgung (Content Switch) und die stärkere Verknüpfung von Strom- und Gassystem, um mit Gasen einen wirksamen Klimaschutzeffekt zu erzielen.

Gas könne die erneuerbare Stromerzeugung mit den Energieverbrauchsektoren Wärme, Industrie und Mobilität verbinden und die Gasinfrastruktur als Speicher für erneuerbare Energien erschließen, so die Argumentation.

Linke plädierte dafür, die dafür nötigen Schritte in Richtung eines weitgehend dekarbonisierten Energiesystems, wie zum Beispiel den Einstieg in die Nutzung von Power-to-Gas, möglichst rasch anzugehen. „Wir brauchen jetzt schon schnelle Lösungen, die in zehn Jahren Wirkung zeigen“, sagte der DVGW-Chef. Das sei auch deshalb nötig, um das noch zur Verfügung stehende CO2-Budget nicht zu schnell zu verbrauchen.

Für „Gas als Teil der Lösung“ für anstehende Klimaschutzbemühungen plädierte auch Dena-Geschäftsführerin Christina Haferkamp. Reinhard Otten vom Autobauer Audi bezeichnete synthetisches Methan aus Power-to-Gas als „synergetische Ergänzung zur Elektromobilität“.

Als wichtige Aufgabe für die nächste Bundesregierung sieht nicht nur der DVGW die Verbesserung der Rahmenbedingungen, die bislang den Einsatz von Power-to-Gas verhindern. Gemeint ist damit vor allem eine Veränderung das Abgaben- und Umlagensystems in der Energieversorgung. Regulatorische Hindernisse zu beseitigen ist eine der zentralen Handlungsempfehlungen, die aus dem DVGW-Energieimpuls resultieren. Der Ordnungsrahmen im Energiesystem müsse sektorübergreifend vereinheitlicht werden.

Linke kündigte an, die Erkenntnisse des Expertendialogs durch weitere Forschungen und Studien auszubauen und bei der Klimakonferenz in Bonn im November dem internationalen Publikum vorzustellen.
 

Peter Focht
Redakteur
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Mittwoch, 06.09.2017, 17:14 Uhr

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