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Enerige & Management > Wärmenetz - Duisburg plant Wärmespeicher
Bild: Fotolia.com, Detlef
WÄRMENETZ:
Duisburg plant Wärmespeicher
Die Stadtwerke Duisburg wollen am Kraftwerksstandort Hochfeld einen Fernwärmespeicher errichten, um den Betrieb der Heizkraftwerke flexibler und wirtschaftlicher gestalten zu können.
 
Die ersten technischen und wirtschaftlichen Überprüfungen seien abgeschlossen, nun müsse der geplante Standort hinsichtlich seiner Genehmigungsfähigkeit überprüft werden, teilten die Stadtwerke Duisburg mit. Der kommunale Energieversorger betreibt im Stadtgebiet zwei Heizkraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung mit einer elektrischen Leistung von 382 MW und einer Wärmeleistung von 386 MW. Ein Wärmespeicher könnte die Strom- und Fernwärmeproduktion zeitlich entkoppeln und den Betrieb der Heizkraftwerke gezielter an der jeweiligen Marktsituation ausrichten.
Bislang musste die bei der Stromerzeugung anfallende Prozesswärme immer gleich ins Fernwärmenetz eingespeist werden. Vor allem im Winter, wenn viel Wärme benötigt wurde, konnte der erzeugte Strom kaum profitabel über die Leipziger Strombörse vermarktet werden.

Mit der Installation eines Wärmespeichers könne nun die Fernwärme auch dann ins Netz eingespeist werden, wenn die Kraftwerke keinen Strom erzeugen. Das in den Kraftwerken auf rund 130 °C erhitzte Wasser soll dazu in einen geplanten 35 m breiten und 48 m hohen Wärmespeicher mit einem Fassungsvermögen von rund 46 Mio. Litern eingespeist und gespeichert werden.

Sollten die noch ausstehenden Prüfungen positiv abgeschlossen und das Projekt genehmigt werden, könnte der Bau des Fernwärmespeichers noch in diesem Jahr beginnen, so dass eine Inbetriebnahme für Ende 2014 anvisiert werden kann. Die Investitionskosten bezifferten die Stadtwerke auf Nachfrage von E&M powernews auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Freitag, 21.06.2013, 15:31 Uhr

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