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Energie & Management > Abwärme - Düsseldorfer Süden erhält Industrieabwärme  
Julien Mounier und Daniel Kleine. Quelle: Daniel Koke
Abwärme

Düsseldorfer Süden erhält Industrieabwärme  

Auf dem Werksgelände von Henkel hat eine Energiezentrale der Stadtwerke Düsseldorf ihren Betrieb aufgenommen. Sie liefert künftig Abwärme in den Düsseldorfer Süden.  
Industrielle Abwärme von Henkel wird in das Fernwärme-Netz der Stadtwerke Düsseldorf eingespeist, teilten die Stadtwerke Düsseldorf und der Konzern mit. „Statt Abwärme aus der Produktion einfach verpuffen zu lassen, zeigt die Kooperation von Industrie und Energiewirtschaft, wie wir uns Schritt für Schritt aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen befreien können“, sagte Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur bei der Inbetriebnahme auf dem Werksgelände von Henkel.

Das Düsseldorfer Konsumgüter- und Industrieunternehmen und der Energieversorger arbeiten seit 2022 daran, industrielle Abwärme aus Henkels Produktion in das Fernwärmenetz der Stadtwerke einzuspeisen (wir berichteten). Laut Henkel kann die industriell anfallende Abwärme intern nicht effizient genutzt werden. Durch die Einspeisung in das Fernwärmenetz können Henkel und die Stadtwerke Düsseldorf nun die lokale Wärmeversorgung dekarbonisieren.

„Wir sind eines der ersten Industrieunternehmen in Deutschland, das industrielle Abwärme in ein öffentliches Netz einspeist“, erklärte dazu Henkel-CEO Carsten Knobel. Auf dem Henkel-Werksgelände in Düsseldorf-Holthausen ist eine rund 700 Quadratmeter große Energiezentrale entstanden. Dazu gehört ein 51 Meter hoher Kamin aus Stahl und dem dazugehörigen Wärmetauscher.

Industrie-Abwärme für das Fernwärmenetz der Stadt

Hier wird die bislang ungenutzte industrielle Abwärme aufbereitet und bei Bedarf mit zusätzlicher Wärme aus einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in das Fernwärme-Netz der Stadtwerke Düsseldorf eingespeist. Hierfür wurde eigens eine neue rund 3,6 Kilometer lange Leitung in den umliegenden Stadtteilen gebaut. Bis zu 35 Prozent der Fernwärme für die Stadtteile Garath und Benrath werden nach Angaben der Stadtwerke künftig aus dieser industriellen Abwärme sowie aus Kraft-Wärme-Kopplung stammen.

Auch für Julien Mounier, dem Vorstandsvorsitzenden der Stadtwerke Düsseldorf, ist das Projekt von großer Bedeutung: „In der Zusammenarbeit zwischen kommunalem Versorger und Industrie liegt erhebliches Potenzial, denn alles, was in unsicheren Zeiten die Abhängigkeit von Importen reduziert, stärkt den Wirtschaftsstandort und die Versorgungssicherheit in unserer Region.“ Für die Stadtwerke Düsseldorf ist die Wiederverwendung der Kamin-Abwärme ein wichtiger Schritt zur weiteren Dekarbonisierung der Fernwärme. Denn so können die Stadtwerke nach eigenen Angaben ihren Erdgasverbrauch erheblich reduzieren und die CO2-Emissionen jährlich um rund 6.500 Tonnen senken. 

Das Projekt erhält finanzielle Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen, das die Arbeiten über das Förderprogramm „progres.nrw – Wärme- und Kältenetzsysteme“ unterstützt. Laut den Stadtwerken Düsseldorf sichert diese Förderung die wirtschaftliche Umsetzung eines Projekts dieser Größenordnung. 

 
Henkel-Standortleiter Daniel Kleine, CEO Carsten Knobel, Ministerin Mona Neubaur, Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller und Stadtwerke-Chef Julien Mounier bei der Eröffnung der Energiezentrale für das Fernwärme-Projekt von Henkel und den Stadtwerken (v.l.n.r.).
Quelle: Steffen Hauser

 

Dienstag, 14.04.2026, 11:15 Uhr
Heidi Roider
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Julien Mounier und Daniel Kleine. Quelle: Daniel Koke
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Auf dem Werksgelände von Henkel hat eine Energiezentrale der Stadtwerke Düsseldorf ihren Betrieb aufgenommen. Sie liefert künftig Abwärme in den Düsseldorfer Süden.  
Industrielle Abwärme von Henkel wird in das Fernwärme-Netz der Stadtwerke Düsseldorf eingespeist, teilten die Stadtwerke Düsseldorf und der Konzern mit. „Statt Abwärme aus der Produktion einfach verpuffen zu lassen, zeigt die Kooperation von Industrie und Energiewirtschaft, wie wir uns Schritt für Schritt aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen befreien können“, sagte Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur bei der Inbetriebnahme auf dem Werksgelände von Henkel.

Das Düsseldorfer Konsumgüter- und Industrieunternehmen und der Energieversorger arbeiten seit 2022 daran, industrielle Abwärme aus Henkels Produktion in das Fernwärmenetz der Stadtwerke einzuspeisen (wir berichteten). Laut Henkel kann die industriell anfallende Abwärme intern nicht effizient genutzt werden. Durch die Einspeisung in das Fernwärmenetz können Henkel und die Stadtwerke Düsseldorf nun die lokale Wärmeversorgung dekarbonisieren.

„Wir sind eines der ersten Industrieunternehmen in Deutschland, das industrielle Abwärme in ein öffentliches Netz einspeist“, erklärte dazu Henkel-CEO Carsten Knobel. Auf dem Henkel-Werksgelände in Düsseldorf-Holthausen ist eine rund 700 Quadratmeter große Energiezentrale entstanden. Dazu gehört ein 51 Meter hoher Kamin aus Stahl und dem dazugehörigen Wärmetauscher.

Industrie-Abwärme für das Fernwärmenetz der Stadt

Hier wird die bislang ungenutzte industrielle Abwärme aufbereitet und bei Bedarf mit zusätzlicher Wärme aus einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in das Fernwärme-Netz der Stadtwerke Düsseldorf eingespeist. Hierfür wurde eigens eine neue rund 3,6 Kilometer lange Leitung in den umliegenden Stadtteilen gebaut. Bis zu 35 Prozent der Fernwärme für die Stadtteile Garath und Benrath werden nach Angaben der Stadtwerke künftig aus dieser industriellen Abwärme sowie aus Kraft-Wärme-Kopplung stammen.

Auch für Julien Mounier, dem Vorstandsvorsitzenden der Stadtwerke Düsseldorf, ist das Projekt von großer Bedeutung: „In der Zusammenarbeit zwischen kommunalem Versorger und Industrie liegt erhebliches Potenzial, denn alles, was in unsicheren Zeiten die Abhängigkeit von Importen reduziert, stärkt den Wirtschaftsstandort und die Versorgungssicherheit in unserer Region.“ Für die Stadtwerke Düsseldorf ist die Wiederverwendung der Kamin-Abwärme ein wichtiger Schritt zur weiteren Dekarbonisierung der Fernwärme. Denn so können die Stadtwerke nach eigenen Angaben ihren Erdgasverbrauch erheblich reduzieren und die CO2-Emissionen jährlich um rund 6.500 Tonnen senken. 

Das Projekt erhält finanzielle Unterstützung durch das Land Nordrhein-Westfalen, das die Arbeiten über das Förderprogramm „progres.nrw – Wärme- und Kältenetzsysteme“ unterstützt. Laut den Stadtwerken Düsseldorf sichert diese Förderung die wirtschaftliche Umsetzung eines Projekts dieser Größenordnung. 

 
Henkel-Standortleiter Daniel Kleine, CEO Carsten Knobel, Ministerin Mona Neubaur, Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller und Stadtwerke-Chef Julien Mounier bei der Eröffnung der Energiezentrale für das Fernwärme-Projekt von Henkel und den Stadtwerken (v.l.n.r.).
Quelle: Steffen Hauser

 

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Heidi Roider

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