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Enerige & Management > Unternehmen - Düsseldorfer Block "Fortuna" Auf der Lausward geht in Betrieb
Bild: Stadtwerke Düsseldorf
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Düsseldorfer Block "Fortuna" Auf der Lausward geht in Betrieb
Für die Stadtwerke Düsseldorf ist das ein Meilenstein: Nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit ist das 500-Millionen-Euro-Bauwerk Block „Fortuna“ im Düsseldorfer Hafen abgeschlossen.
 
Block „Fortuna“ stellt durch seine klimaschonende Strom- und Wärmeproduktion auf Erdgasbasis und seine hohe Flexibilität eine ideale Ergänzung zu den stetig an Bedeutung gewinnenden erneuerbaren Energien dar, teilten die Stadtwerke am 28. Januar mit. Das norwegische Unternehmen Statoil wird die Versorgung des Kraftwerks mit Erdgas aus der Nordsee sicherstellen. Dazu haben beide Unternehmen eine 15-jährige Partnerschaft vereinbart.

In einem Ballungsraum wie Düsseldorf, wo einerseits dem Einsatz erneuerbarer Energien Grenzen gesetzt sind, andererseits ein hoher Strom- und Wärmebedarf besteht, ist Block „Fortuna“ mehr als eine leistungsfähige Brückentechnologie, teilten die Stadtwerke weiter mit. In die Zukunft führt laut dem Stadtwerke-Vorstandsvorsitzenden Udo Brockmeier dabei auch die Fähigkeit der Anlage, zunehmend auch erneuerbar produziertes Gas, zum Beispiel Biogas oder Gas aus überschüssigem Windstrom, nutzen zu können: „So wird mit der neuen Anlage die Grundlage dafür geschaffen, Düsseldorf als zweitgrößten Industriestandort Nordrhein-Westfalens in den nächsten Jahrzehnten mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien versorgen zu können – und zwar aus der Region heraus.“ Parallel zum Bau des neuen Kraftwerks haben die Stadtwerke Düsseldorf die Fernwärmeversorgung in der Stadt ausgebaut und wollen dies in den nächsten Jahren weiter forcieren.

Für die Stadtwerke sowie die Stadt selbst sind die technischen Eigenschaften des Kraftwerks von besonderer Bedeutung: Mit einem elektrischen Wirkungsgrad von über 61 % bei der reinen Stromerzeugung ist es das derzeit effizienteste Gaskraftwerk der Welt, so der Versorger. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Fernwärme nach dem Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung werde die Brennstoffausnutzung auf bis zu 85 % erhöht. Diese Bilanz führt dazu, dass die aus dem neuen Block ausgekoppelte Fernwärme den sogenannten Primärenergiefaktor „Null“ hat und bezüglich der CO2-Emmissionen daher gesetzlich den erneuerbaren Energien gleichgestellt ist.

Noch in diesem Jahr wird laut dem Versorger das Düsseldorfer Wärmesystem um ein weiteres Element ergänzt: Zur Jahreswende 2016/2017 soll auf der Lausward außerdem ein großer Heißwasser-Fernwärmespeicher in Betrieb gehen, um die Flexibilität der Anlage weiter zu erhöhen.
 

Heidi Roider
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Donnerstag, 28.01.2016, 09:23 Uhr

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