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Enerige & Management > Gastbeitrag - Digitales Zählermanagement via App
Quelle: E&M
GASTBEITRAG:
Digitales Zählermanagement via App
Wie die Stadtwerke Düsseldorf eine höhere Effizienz bei der jährlichen Stromabrechnung erreichen, weiß *Maren Prüwer von der Aareal Bank.
 
Bei vielen Energieversorgern erreicht der Aufwand für die Jahresendabrechnung im Dezember - zum Stichtag 31.12. - seinen Peak. Das ist auch bei den Stadtwerken Düsseldorf so, die zum Jahreswechsel etwa 100.000 Kunden abrechnen. Für sie ist es unerlässlich, den Zählerstand durch ihre Kunden aus der Wohnungswirtschaft erfassen zu lassen. Der Aufwand ist für beide Seiten hoch.
 
Für einen ihrer Kunden, die Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaft (DWG), wurde der Ableseprozess zum Jahresende auch wegen der stetig steigenden Zahl an Zählern immer aufwendiger. Die DWG verwaltet über das gesamte Stadtgebiet verteilt rund 8.000 Wohnungen. Die Daten wurden händisch erfasst, in Excel-Tabellen gesammelt und ausgetauscht.

Für das Ablesen von 2.500 Zählerständen brauchten sieben Mitarbeiter eines Ablesediensts rund drei Monate. Wenn die Aufforderung der Stadtwerke kam, die Zählerstände weiterzugeben, aber noch nicht alle Listen erfasst waren, musste die DWG oft gegen die Zeit arbeiten. Die manuellen Prozesse führten darüber hinaus zu einer hohen Fehlerquote und verursachten Verzögerungen.
 
Die einfache Lösung zur rechten Zeit

Mit dem Ziel, den Ableseprozess auf beiden Seiten schlanker zu gestalten, testeten die Stadtwerke Düsseldorf und die DWG in einem gemeinsamen Pilotprojekt Aareal Meter. Das ist eine mit der Pixolus GmbH entwickelte Lösung der Aareal Bank Gruppe für mobile Zählerablesung in der Energie- und Wohnungswirtschaft. Das Ergebnis: Aus der aufwendigen Ablesung wurde ein unkomplizierter elektronischer Austausch von Daten.
 
Aareal Meter kam erstmals 2020 bei der DWG zum Einsatz. Ausgestattet mit einem Smartphone und der Aareal Meter Ablese-App benötigte ein Mitarbeiter nur einen Monat, um die Verbrauchsdaten aller Zähler zu fotografieren und einzuscannen. Die App synchronisiert alle Daten automatisch mithilfe eines cloudbasierten Dispositionsportals.

Das Portal disponiert alle Ableseaufträge an die Mobilgeräte und verwaltet die Objekt- und Zählerdaten. Aktuelle Bearbeitungsstände sind damit jederzeit einsehbar, Rückfragen und Zweifelsfälle lassen sich rasch beantworten und klären. Dank Aareal Meter erfolgt der Datentransfer nun elektronisch und automatisiert an das kommunale Versorgungsunternehmen.
 
Doch damit nicht genug: Da die Wohnungsgesellschaft genau zurückverfolgen kann, wann welche Daten erfasst wurden und Fehler weitestgehend ausgeschlossen werden, wird sich der Ableseprozess weiter beschleunigen. Denn die Zählerablesung wird für alle Beteiligen transparenter, da die Belege mit dem Wohnungsunternehmen elektronisch ausgetauscht werden können. Dieses wiederum kann damit dem Informationsbedarf seiner Mieter und Mieterinnen nachkommen.
 
Mehr als eine Brückentechnologie

Dass auf beiden Seiten viele manuelle Arbeitsschritte weggefallen sind, vereinfacht den aufwendigen Prozess radikal. Mit Blick auf den Digitalisierungsdruck in der Energie- und Wohnungswirtschaft zeigt das Beispiel, wie wichtig es ist, über den Tellerrand hinweg zu schauen, um branchenübergreifende Prozesse zu optimieren.
 
Die Stadtwerke Düsseldorf verfügen mit Areal Meter über eine auf die Bedürfnisse der Wohnungswirtschaft zugeschnittene Lösung, die einen Mehrwert für ihre Kunden schafft. Daneben wurden 2020 fast ebenso viele Gas-, Wasser- und Wärmezähler erfasst wie Stromzähler. Auch wenn die Stadtwerke langfristig auf die Fernablesbarkeit von Smart Meter setzen, müssen die anderen Verbrauchszähler weiter durch Ableser erfasst werden. Daher lohnt sich aus Sicht des Energieversorgers die Investition in diese Übergangslösung. Aareal Meter ist einfach zu bedienen, kosteneffizient und steigert die Zufriedenheit der Kunden.

Aareal Meter für die Wohnungs- und Energiewirtschaft:
  • Zählerstandserfassung per Smartphone oder Tablet ersetzt händische Erfassung.
  • Stringenter Datenfluss über das Dispositionsportal reduziert Medienbrüche und verringert die Zahl der Fehler und Nachkorrekturen.
  • Das Hinterlegen von Informationen zu den Zählern spart bis zu 60 Prozent und mehr an Zeit und personellen Ressourcen.
  • Der Einsatz ist einfach und unabhängig von ERP-System und Versorger.
*Maren Prüwer, Solution Managerin im Bereich Banking & Digital Solutions bei der Aareal Bank
 
Maren Prüwer
Quelle: Areal Bank

 
 

Redaktion
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Freitag, 03.12.2021, 11:16 Uhr

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