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Enerige & Management > KWK - Die Wasserstoff-Kette ist komplett
Bild: IfE
KWK:
Die Wasserstoff-Kette ist komplett
Die Stadtwerke Haßfurt haben jetzt offiziell ihr Wasserstoff-Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen. Damit ist die wasserstoffbasierte Speicherkette für regenerativen Strom komplett.
 
In Haßfurt sind als Elemente der Sektorkopplung bereits Stromerzeugung aus Windenergie, eine Elektrolyse zur Umwandlung von Stromüberschüssen in Wasserstoff sowie Drucktanks installiert. Jetzt wurden sie durch das neue Blockheizkraftwerk ergänzt, mit dem der regenerativ gewonnene Wasserstoff rückverstromt werden kann.
 
Projektpartner in dem kommunalen Projekt zur Sektorkopplung sind die Stadtwerk Haßfurt GmbH, die 2G Energy AG aus Heek und das Institut für Energietechnik (IfE) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert das Projekt.
 
Das neue BHKW-Modul, das 2G geliefert hat, ermöglicht – im Unterschied zur bisher praktizierten Beimischung von Wasserstoff ins Erdgasnetz – einen Betrieb mit reinem Wasserstoff ohne fossile Brennstoffanteile. Das Aggregat hat eine elektrische Leistung von bis zu 200 kW.
 
Erste Betriebsergebnisse zeigen nach Angaben der Technischen Hochschule gute Wirkungsgrade und dank der Verbrennung von Wasserstoff eine sehr hohe Dynamik im Betrieb. Diese ermögliche in Verbindung mit dem bestehenden PEM-Elektrolyseur lokal einen Ausgleich von Überschüssen und Unterdeckungen aus der regenerativen Stromerzeugung sowie die Bereitstellung von Regelenergie.
 
Das Projekt wird wissenschaftlich durch das Institut für Energietechnik begleitet. Die Forscher erhoffen sich einerseits praktische Erkenntnisse und Langzeiterfahrungen zum Wasserstoffbetrieb von Blockheizkraftwerken, andererseits dient das Modul auch als Forschungsplattform für Weiterentwicklungen der H2-BHKW-Technologie. Dazu wurde es auch mit speziellen Messtechnik-Zugängen ausgestattet.
 
 
 

Armin Müller
Redakteur
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Dienstag, 25.06.2019, 11:01 Uhr

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