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Enerige & Management > Photovoltaik - Desertec macht auf Sparflamme weiter
Bild: Desertec
PHOTOVOLTAIK:
Desertec macht auf Sparflamme weiter
Das 2009 gegründete Wüstenstrom-Projekt Desertec-Industrieinitiative (Dii) wird weitergeführt, doch sie wird künftig in eine deutlich kleinere Beratungsfirma umgewandelt.
 
Am Abend des 13. Oktobers haben die 17 Gesellschafter der Dii über die Zukunft des Projekts beraten, nachdem die Verträge mit den Unternehmen zum Jahresende auslaufen. Laut Medienberichten könne nur eine rasche und verbindliche Zusage für einen neuen Etat von rund 2 Mio. Euro den Fortbestand der Initiative sichern. Wie die Gesellschafter nun mitteilten, soll Dii als kleinere Beratungsfirma weitergeführt werden. Zu den ursprünglichen Gründungsmitgliedern zählten die beiden deutschen Energiekonzerne Eon und RWE, der Rückversicherer Munich Re, Siemens, Schott Solar, M+W Zander, MAN Solar Millennium, der Finanzinstitute Deutsche Bank, HSH Nordbank sowie die schweizerische ABB, die spanische Abengoa Solar und der größte algerische Privatkonzerns Cevital. Später stießen weitere Gesellschafter wie Enel Green Power, Flagsol oder Red Electrica de Espana hinzu. In letzter Zeit kehrten jedoch Unternehmen wie Eon, Siemens oder der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger dem Konsortium den Rücken zu. Nun wollen nur noch RWE, die saudische Energiefirma Acwa Power und die chinesische Firma State Grid das Wüstenstromprojekt fortführen. Damit soll das aufgebaute Know-how zu den besten Standorten für Wind- und Solarkraftwerke und den technischen wie politischen Voraussetzungen für die Realisierung der Vision erhalten werden. Die Dii-Zentrale in München wird zum Jahresende 2014 geschlossen.

Die Initiative galt als eines der ehrgeizigsten Erneuerbare-Energien-Projekte überhaupt. Laut Machbarkeitsstudien sei es möglich gewesen ,mit dem Bau Hunderter Öko-Kraftwerke in Nordafrika und dem Nahen Osten den Strombedarf der Region zu großen Teilen zu decken. Zudem sei der Stromexport Richtung Europa geplant gewesen. Die Dii schaffte es zwar, in Ländern wie Marokko, Tunesien, Algerien und Ägypten das Interesse an grünem Strom zu wecken, doch viele Projekte wurden nicht realisiert.
 

Andreas Kögler
Redakteur und CvD von E&M powernews
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Dienstag, 14.10.2014, 13:51 Uhr

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