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Delle bei der Direktvermarktung ist vorbei
Nach dem erstmaligen Einbruch bei der Direktvermarktung von EEG-Anlagen via Marktprämie im vergangenen Monat vermeldeten die vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW, wie nicht anders zu erwarten, jüngst in ihrer Prognose für den Monat Mai wieder steigende Zahlen.
 
Demnach beträgt der Direktvermarktungspool via Marktprämie nun knapp 46 200 MW. Dieser Anstieg bedeutet allerdings immer noch ein Minus gegenüber dem bisherigen Höchststand im März mit 47 385 MW. Der durchaus nennenswerte Rückgang von gut 3 000 MW im vergangenen Monat basierte auf der gesetzlich festgelegten Pflicht zur Fernsteuerbarkeit von EEG-Anlagen. Nach dieser Vorgabe aus der letztjährigen EEG-Novelle fielen alle regenerativen Kraftwerke, die nicht allerspätestens bis zum 31. März für die Fernsteuerbarkeit umgerüstet waren, aus der Direktvermarktung heraus. Bei der Onshore-Windkraft beispielsweise waren davon Dutzende von Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 1 700 MW betroffen.
 
Gut 1 000 MW davon hat die Windkraft an Land im Mai nun wieder „wettgemacht.“ Zuwächse verzeichnet auch die Offshore-Windenergie. Auf See werden nun Hochseewindpropeller mit einer Leistung von gut 2 250 MW direkt vermarktet. Diese Zahl wird in den nächsten Wochen und Monaten weiter steigen, je mehr Meerkraftwerke komplett in Betrieb gehen. Die Prognose der Windenergieverbände geht bis Ende dieses Jahres von einer Leistung von gut 3 300 MW in Nord- und Ostsee aus.
 
Angesichts der üblichen monatlichen Zuwächse bei der Direktvermarktung ist davon auszugehen, dass im September wohl die 50 000-MW-Grenze geknackt wird. Parallel dazu dürfte das Interesse der Betreiber, Zusatzeinnahmen mit ihren Anlagen über die sonstige Direktvermarktung zu erzielen, weiter sinken. Im Mai erwarteten die Übertragungsnetzbetreiber nur noch 175 MW Leistung für diese Option, der bislang niedrigste Wert in diesem Jahr.
 

Ralf Köpke
© 2017 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 13.05.2015, 13:58 Uhr

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