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Enerige & Management > Wärmenetz - Chemnitz spielt Erhalt seines Braunkohle-Kraftwerks durch
Quelle: Shutterstock / guentermanaus
WÄRMENETZ:
Chemnitz spielt Erhalt seines Braunkohle-Kraftwerks durch
Die Fernwärmeversorgung in Chemnitz sollte auf Erdgas umgestellt werden. Der Versorger Eins Energie kann sich nun auch andere Szenarien vorstellen.
 
Der Chemnitzer Versorger „Eins Energie in Sachen“ betreibt aktuell die Wärmeversorgung über ein Braunkohlekraftwerk. Dieses soll teilweise im kommenden Jahr durch zwei mit Erdgas betriebene Motoren-Heizkraftwerke ersetzt werden. Nun prüft die Geschäftsführung weitere Optionen. „Die Option einer Weiternutzung von Braunkohle über das Jahr 2023 hinaus ist aktuell in der Prüfung“, sagte der Geschäftsführer des Energieversorgers, Roland Warner, der Deutschen Presseagentur.

Bislang liefert das Heizkraftwerk Chemnitz Nord mit einer thermischen Leistung von 475 MW und einer elektrischen Leistung von 230 MW Wärme und Strom. Einer der zwei Braunkohle-Blöcke soll 2023 durch ein Gasmotoren-Heizkraftwerk mit einer thermischen Leistung von 80 MW sowie 88 MW elektrisch ersetzt werden. Ein typgleiches Heizkraftwerk am Standort Altchemnitz mit einer thermischen Leistung von 55 MW und einer elektrischen Leistung von 63 MW kommt bis Ende 2023 ebenfalls hinzu. Der andere Braunkohleblock von Chemnitz Nord soll dann spätestens 2029 vom Netz gehen.

„Am Bau und an der Inbetriebnahme unserer Gasmotoren-Kraftwerke halten wir fest“, betonte Warner. Er erhoffe sich eine baldige Klärung durch die Politik, an der es derzeit fehle. Dies betreffe mehrere Optionen, wie auch eine etwaige Nutzung der Blöcke als künftige Reserve.

Der Energieversorger Eins ist mehrheitlich in kommunaler Hand und beliefert nach eigenen Angaben rund 400.000 Kunden mit Erdgas, Strom, Internet, Wärme und Wasser. Seine Fernwärme-Leitungen in Chemnitz sind 280 Kilometer lang. 
 

Stefan Sagmeister
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