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Enerige & Management > Stromspeicher - BVES: Bundesrat springt zu kurz
Bild: Fotolia.com, Kzenon
STROMSPEICHER:
BVES: Bundesrat springt zu kurz
Ein Vorschlag des Bundesrats zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes, um Speicher von Belastungen zu befreien, trifft beim Bundesverband Energiespeicher (BVES) auf Zustimmung, aber auch auf Kritik.
 
Dem BVES geht der Vorschlag des Bundesrats nicht weit genug. Die Länderkammer hat einen Beschluss gefasst, demzufolge die Netzentgeltbefreiung für Speicher elektrischer Energie unter bestimmten Voraussetzung von 20 auf 40 Jahre festgeschrieben werden soll. In diesem Zusammenhang weist der Bundesrat darauf hin, dass die bisherige Netzentgeltbefreiung für Pumpspeicherneubauten nicht mit den langen Abschreibungszyklen bei Energieinfrastrukturen in Einklang steht. Eine entsprechende Änderung des § 118 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) mit seinen Übergangsregelungen soll Abhilfe schaffen. Nach Ansicht des BVES ist dies ein richtiges Signal.

Darüber hinaus schlägt die Länderkammer eine Erweiterung der Netzentgeltbefreiung für die Modernisierung von Bestandsanlagen von zehn auf 20 Jahre vor, da die Modernisierung regelmäßig mit der Erneuerung von Pumpanlagen und der damit verbundenen Technik einhergehe. Der BVES weist darauf hin, dass Pumpspeicher jedoch nicht ohne Weiteres ihr Speichervolumen oder die Pump- und Generatorleistung erhöhen können. Technische, genehmigungsrechtliche und geologische Gründe stünden dem meist entgegen. Auch hier seien Änderungen im Gesetz nötig, da derzeit nur Pumpspeicherwerke in den Genuss der Netzentgeltbefreiung kommen, deren elektrische Pump- oder Turbinenleistung nachweislich um mindestens 7,5 % oder deren speicherbare Energiemenge nachweislich um mindestens 5 % nach dem 4. August 2011 erhöht wurden.

Grundsätzlich bemängelt der Verband, die vom Bundesrat vorgeschlagenen Änderungen des Energiewirtschaftsgesetzes beträfen nur den Neubau und die Modernisierung von Pumpspeicherwerken. Bestandsanlagen blieben unberücksichtigt.
 

Fritz Wilhelm
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Freitag, 22.05.2015, 17:04 Uhr

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