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Bild: Peter Holz
STROMNETZ:
Bundesnetzagentur bestätigt Netzentwicklungspläne
Die Bundesnetzagentur hat am 4. September den Netzentwicklungsplan Strom 2014 und den Offshore-Netzentwicklungsplan 2024 bestätigt.
 
Wie die Bonner Behörde mitteilte, umfasst der bestätigte Netzentwicklungsplan (NEP) Strom 2024 rund 3 050 km Optimierungs- und Verstärkungsmaßnahmen in Bestandstrassen sowie etwa 2 750 km Neubautrassen. "Wir haben nur Maßnahmen bestätigt, die nach unseren Berechnungen in den kommenden Jahren zwingend erforderlich sind. Dabei sind auch alle Argumente eingeflossen, die uns in über 34 000 Stellungnahmen vorgetragen worden sind. Von den 92 Maßnahmen im Übertragungsnetz, die die Übertragungsnetzbetreiber vorgeschlagen haben, können wir 63 bestätigen. Hinzu kommen drei von sieben vorgeschlagenen Offshore-Anbindungen", erklärte Netzagentur-Präsident Jochen Homann. Bei ihrer Prüfung habe die Behörde einen langsameren Ausbau der Offshore-Windenergieerzeugung und zusätzlich eine Kappung von Windeinspeisespitzen an Land berücksichtigt. Damit sei auf Forderungen eingegangen worden, die im Rahmen der Konsultation erhoben wurden. Beides führe zu einem geringeren Netzausbaubedarf. Dass Zahl und Gesamtkilometer der Maßnahmen gegenüber den vorangegangenen Netzentwicklungsplänen dennoch zunehmen, liege am fortschreitenden Ausbau der erneuerbaren Energien. In die Prüfung wurden auch die Ergebnisse des Koalitionsgesprächs vom 1. Juli einbezogen. Demnach stimme die Bundesnetzagentur zu, dass die Gleichstrompassage Süd-Ost ins bayerische Landshut führen soll.

Zusammen mit den Netzentwicklungsplänen wurde auch der überarbeitete Umweltbericht veröffentlicht. Dieser ermittelt, beschreibt und bewertet die voraussichtlichen Umweltauswirkungen der Maßnahmen, deren energiewirtschaftliche Notwendigkeit durch die Bundesnetzagentur bestätigt wird. Im Vergleich zum letztjährigen Umweltbericht wurden für eine größere Anzahl von Vorhaben auch die Umweltauswirkungen einer Erdkabelverlegung geprüft. Somit wurden alle HGÜ-Leitungen hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen sowohl in einer Ausführung als Erdkabel als auch als Freileitung betrachtet.

Die vollständigen Dokumente zu den Netzentwicklungsplänen können unter www.netzausbau.de/2024-nep-ub   abgerufen werden.
 

Andreas Kögler
Redakteur und CvD von E&M powernews
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Freitag, 04.09.2015, 11:29 Uhr

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