• Kaltes Wetter treibt Gas- und Strompreise nach oben
  • Gasnotierungen ziehen wetterbedingt etwas an
  • Bayern will Aktualisierung der Nationalen Wasserstoffstrategie
  • Abrupte Trennung: Heidjers Stadtwerke brauchen neuen Chef
  • Kritische Infrastruktur soll besser geschützt werden
  • Gemeindewerke Haßloch ab Januar unter neuer Führung
  • Dena begrüßt Wachstumsprognose der Weltenergieagentur
  • Neue Geschäftsmodelle für klimafreundliche Immobilien
  • Ökonomen fordern pragmatische Energiepolitik
  • Dezemberabschlag bei vielen Versorgern bereits angekommen
Enerige & Management > Gas - Bund hilft im Zweifel auch der VNG, der Südwesten aber nicht
Quelle: Fotolia / Dmitry Naumov
GAS:
Bund hilft im Zweifel auch der VNG, der Südwesten aber nicht
Die Bundesregierung will in der Gaskrise auch dem drittgrößtem Gasimporteur im Fall von Turbulenzen finanziell unter die Arme greifen. Demgegenüber hält sich Baden-Württemberg zurück.
 
(dpa) − Die Bundesregierung steht bereit, auch dem drittgrößtem Gasimporteur in Deutschland, der Verbundnetz Gas AG (VNG) in Leipzig, mit Geld beiseitezustehen, falls er durch die Turbulenzen in der Gasversorgung ins Trudeln gerät. Wenn es wegen ausbleibender russischer Gaslieferungen eng für das Unternehmen werde, wolle der Bund mit einer Bürgschaft von bis zu zwei Milliarden Euro einspringen, hieß es am 7. Juli aus Kreisen des Bundesfinanzministeriums (BMF) in Berlin. Die VNG gehört zu mehr als drei Vierteln dem Energiekonzern EnBW, an dem wiederum das Land Baden-Württemberg 46,75 Prozent hält, sowie einer Beteiligungsgesellschaft der EnBW-Holding Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW). Knapp 22 % der VNG-Aktien laufen auf ein Konsortium ostdeutscher Kommunen und Stadtwerke. Die VNG ist das größte ostdeutsche Unternehmen mit Hauptsitz in Ostdeutschland.

Die Bundesregierung drang wegen des durchgerechneten Einflusses Baden-Württembergs darauf, dass das Land die Hälfte der Bürgschaft übernimmt. Das habe der baden-württembergische Finanzminster Danyal Bayaz (Grüne) aber abgelehnt, hieß es in den Kreisen. Um eine Hängepartie in der Krise zu vermeiden, habe der Bund sich dann zu der ganzen Bürgschaft bereiterklärt. Allerdings halte Berlin den Anspruch gegenüber der Landesregierung aufrecht. Zuerst hatte die Ulmer Südwest Presse über die Bürgschaft berichtet. Bisher war nur bekannt, dass der Bund dem größten Gasimporteur, Uniper, helfen will.
 

dpa
© 2022 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 07.07.2022, 17:50 Uhr

Mehr zum Thema