• Zusammenfassung der deutschen Tagesmeldungen vom 21. Februar
  • Strom: Negative Preise
  • Gas: bleibt billig
  • SPD überrascht mit Kohleausstiegs-Plan
  • Mit Flexibilität gegen Netzengpässe
  • Blockchain bringt Energielösung besonderen Nutzen
  • Studie zur Verkehrswende sieht wichtige Rolle für Stadtwerke
  • Eon errichtet Europas größte PV-Dachanlage
  • Uniper gibt Braunkohleverstromung in Europa auf
  • Tecklenburger Land baut Lorawan-Netz
Enerige & Management > Gasturbinen - Brennerkopf aus 3D-Drucker besteht Feuertaufe
Bild: Fotolia.com, miklyxa13
GASTURBINEN:
Brennerkopf aus 3D-Drucker besteht Feuertaufe
Eine im dreidimensionalen Druckverfahren gefertigte Kernkomponente für Gasturbinen hat in einem zwölfmonatigen Test die Erwartungen übertroffen.
 
Der weltweit erste 3D-gedruckte Brenner für eine Siemens-Gasturbine vom Typ SGT-700 verrichtet seit mittlerweile einem Jahr seinen Dienst im Eon-Gas- und Dampfkraftwerk im hessischen Philippsthal. Der Brenner sei seit mehr als 8 000 Stunden ohne Problemmeldungen im Einsatz, hieß es in einer Mitteilung von Siemens.
 
Der Brennerkopf aus dem 3D-Drucker
Bild: Siemens

Beim 3D-Druck wird jeder Brennerkopf in einem Stück mithilfe des Selective-Laser-Melting-Verfahrens gefertigt. Dabei wird eine extrem dünne Schicht aus Metallpulver auf eine ebene Fläche aufgebracht und dann das Metall an vordefinierten Stellen von einem starken Laser zum Schmelzen gebracht. Anschließend wird das Pulverbett minimal abgesenkt, eine neue Pulverschicht aufgebracht und der Vorgang wiederholt.

Auf diese Weise entstehen schichtweise Bauteile auch mit komplexen Geometrien in einem Stück. So konnte die Pilotgaszufuhr als Teil des Brennerkopfs realisiert werden anstelle einer äußeren Brennstoffleitung. Das ermöglicht niedrigere Betriebstemperaturen und trägt so zu einer längeren Lebensdauer bei. Im Vergleich dazu kommen bei der konventionellen Fertigung von Brennerköpfen 13 Einzelteile und 18 Schweißvorgänge zum Einsatz. 
 
Gasturbine vom Typ SGT-700
Bild: Siemens

„Für uns als Energiedienstleister sind Präzision und Konstanz ein absolutes Muss“, sagte Niklas Lange, Projektleiter bei Eon Energy Projects. „Die additive Fertigung erfüllt diese Voraussetzung nicht nur, nach unserer Erfahrung kann sie sogar Leistungsverbesserungen erzielen.“
 

Peter Koller
Redakteur
+49 (0) 8152 9311 21
eMail
facebook
© 2020 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 20.09.2018, 16:54 Uhr

Mehr zum Thema