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Enerige & Management > Windkraft Offshore - Bremen ruft nach Bundesgeldern für Häfen
Quelle: RWE
WINDKRAFT OFFSHORE:
Bremen ruft nach Bundesgeldern für Häfen
Um die deutschen Häfen offshore- und wasserstofffähig zu machen, fordert Senatorin Claudia Schilling Unterstützung vom Bund.
 
Der Bund muss die deutschen Hafenstandorte bei Investitionen in ihre Infrastruktur unterstützen − diese Forderung hat Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) am 20. Juni laut Mitteilung der Windforce Conference aufgestellt. Die Häfen seien "als Umschlagort unverzichtbar", sowohl für die Offshore-Ausbaupläne der neuen Bundesregierung als auch "für die Entwicklung von Wertschöpfungsketten für grünen Wasserstoff". 

Laut dem Zuliefererverband Wab, der die Windforce bis zum 22. Juni veranstaltet, fehlen in deutschen Häfen und Werften Umschlagkapazitäten für Großkomponenten, wie sie in Windparks benötigt werden. Deutschland will die Offshore-Kapazität, die derzeit bei 7.800 MW liegt, bis 2030 auf 30.000 MW und bis 2045 auf 70.000 MW hochfahren.

Wab-Geschäftsführerin Heike Winkler appellierte an die Bundesregierung, die Bundesrats-Initiative aufzugreifen, wonach bei den neu auszuschreibenden "nicht zentral voruntersuchten Flächen" der CO2-Fußabdruck eines Windparks als qualitatives Ausschreibungskriterium hinzukommen sollte. Zudem solle ein "Sprinterprogramm für grünen Wasserstoff" integriert werden.

​Ruf nach Offshore-Koordinator

Martin Gerhardt, Geschäftsführer des Turbinenherstellers Siemens Gamesa in Deutschland, forderte angesichts der Verteuerungen in der Lieferkette einen "dynamischen Inflationsausgleich und einen Verzicht von Zusatzzahlungen in den Ausschreibungen" sowie beschleunigte Genehmigungen. 

Jörg Kubitza, Deutschland-Geschäftsführer des Offshore-Windpark-Weltmarktführers Oersted, forderte einen Beauftragten der Bundesregierung speziell für Windkraft auf See nach dem Vorbild des Maritimen Koordinators, der über beziehungsweise jenseits der zuständigen Bundesministerien steht. Trotz der Eckpunkte zum Artenschutz, auf die sich Wirtschaftsminister Robert Habeck und Umweltministerin Steffi Lemke (beide Grüne) geeinigt hatten und die weitgehend etwa im Entwurf für eine Novelle des Bundesnaturschutzgesetzes übernommen wurden, beobachtet Kubitza eine "Parallelität" im Handeln der verschiedenen Ministerien. Diese könne sich Deutschland in der Energiewende nicht mehr leisten.
 

Georg Eble
Redakteur
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Dienstag, 21.06.2022, 10:24 Uhr

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