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Enerige & Management > Photovoltaik - Brandenburg will PV-Anlagen auf Denkmälern erlauben
Quelle: Pixabay / Como una Reina
PHOTOVOLTAIK:
Brandenburg will PV-Anlagen auf Denkmälern erlauben
In immer mehr Bundesländern sollen sich Denkmalschutz und Photovoltaik zukünftig nicht mehr gegenseitig ausschließen. Nun kündigt auch Brandenburg eine Kehrtwende an.
 
Sanssouci und das Neue Palais sollten selbstverständlich nicht mit Photovoltaik-Anlagen “zugepflastert” werden, sagte die für Denkmalschutz zuständige Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) vorsorglich der Deutschen Presse-Agentur. Aber überall dort, wo das Erscheinungsbild “nicht erheblich” beeinträchtigt werde und der Einbau auch wieder entfernt werden könne, dort sollten Photovoltaik-Module installiert werden können - auch auf denkmalgeschützten Gebäuden. Sie bereite dazu gerade eine gesetzliche Regelung vor, die im Frühjahr 2023 verabschiedet werden soll.

Damit ist Brandenburg das nächste Bundesland, das den Bau von Photovoltaikanlagen auch auf geschützten Gebäuden erleichtern will. Erst im August 2022 hatte das bayerische Kabinett eine Novelle des Denkmalschutzgesetzes beschlossen, um Dachsolaranlagen sowie energetische Sanierungen denkmalgeschützter Häuser zu erlauben. Auch der Bau von Windkraftanlagen soll in Bayern in Zukunft nur noch bei “besonders landschaftsprägenden Denkmälern” erlaubnispflichtig sein (wir berichteten).

Das Landesentwicklungsministerium Baden-Württemberg hatte im Juli 2022 ebenfalls eine neue Leitlinie erlassen, nach der eine Genehmigung für die Installation von PV-Anlagen “regelmäßig zu erteilen” sei, “wenn sich die Solaranlagen der eingedeckten Dachfläche unterordnen und möglichst flächenhaft sowie farblich abgestimmt angebracht werden”. Und auch Nordrhein-Westfalen erleichtert seit dem 1. Juni die Montage von sichtbaren Ökostromanlagen auf alten und schützenswerten Häusern.

Beide Kirchen stellen Dächer zur Verfügung

In Brandenburg könnte Medienberichten zufolge nun zunächst der Bau von PV-Anlagen auf den etwa 1.700 protestantischen Kirchen des Landes geprüft werden. Eine entsprechende Vereinbarung zum “Vorrang für den Ausbau erneuerbarer Energien” mit der evangelischen und katholischen Kirche habe die Ministerin getroffen.
 

Katia Meyer-Tien
Redakteurin
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Montag, 14.11.2022, 15:45 Uhr

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