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Enerige & Management > F&E - Blockchain-Entwicklung für Energiemarkt
Bild: alphaspirit / Fotolia
F&E:
Blockchain-Entwicklung für Energiemarkt
Ein im Januar gestattetes Forschungsprojekt soll zeigen und erproben, wie sich die Blockchain-Technologie für den Stromhandel und die Netzstabilisierung einsetzen lässt.
 
An dem Projekt „BEST – Blockchainbasiertes dezentrales Energiemarktdesign und Managementstrukturen“ sind mehrere Forschungsinstitute und IT-Firmen beteiligt. Die Projektleitung hat das Reiner Lemoine Institut in Berlin, das sich mit der Transformation von Energiesystemen beschäftigt.

Die Partner wollen drei Jahre lang zunächst die Anforderungen für ein Blockchain-System für den Stromhandel zusammentragen, das System dann programmieren, in einer Prototyp-Phase testen und danach im Versorgungsgebiet des Stromanbieters E-Regio in der Nähe von Bonn einen sechsmonatigen Praxiseinsatz durchführen.

Mit einer Blockchain kann man Transaktionen jeglicher Art mit Softwareunterstützung realisieren. Dabei werden die Daten zu Blöcken zusammengefasst und mit einer Signatur versehen. Veränderungen müssen die Beteiligten verifizieren. Damit entsteht ein dezentral gesichertes Daten-Übertragungssystem.

Dieses lässt sich auch für den Stromhandel einsetzen, der für die Stabilisierung der Netze im neuen dezentralen Energiesystem zunehmen wird.

Bei dem Forschungsprojekt Best will man jetzt testen, wie mit einer Blockchain Stromanbietende und -verbrauchende in einer Region ihren Strom selbst untereinander austauschen können. Dazu soll nach Angaben der Projektpartner eine Software den lokalen Strombedarf und das Angebot ermitteln, beides koordinieren und den Handel in der Blockchain speichern.

Innerhalb der Projektlaufzeit wollen die Partner zunächst klären, wie ein solches Handelssystem gestaltet sein muss, welche Auktionsmechanismen zum Einsatz kommen sollen, wie die lokalen Netze beschaffen sein müssen und welche energierechtlichen Rahmenbedingungen das Handelssystem erfüllen muss.

Die Handels-Blockchain soll nicht nur theoretisch entwickelt, sondern auch in einem realen Netz angewendet werden. Das Projekt, das in Open-Source-Software realisiert wird, läuft von Januar 2021 bis Dezember 2023.
 

Armin Müller
Redakteur
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Freitag, 29.01.2021, 12:47 Uhr

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