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Enerige & Management > IT - Blockchain als Konkurrenz für Energieversorger
Bild: Fotolia.com, Edelweiss
IT:
Blockchain als Konkurrenz für Energieversorger
Energieversorger müssen nicht fürchten, von der Blockchain-Technologie verdrängt zu werden. Auf einen härteren Wettbewerb sollten sie sich aber einstellen.
 
„Trotz des Einsatzes von Blockchain gibt es weiterhin Rollen, die Energieversorger besetzen müssen“, sagte Andreas Brinkmann, Leiter Marketing und Vertrieb bei der Wuppertaler WSW Energie & Wasser AG, auf dem Fachkongress Zukunftsenergien der Energieagentur NRW, der im Rahmen der diesjährigen Branchenmesse E-world Energy & Water stattfand. Dies betreffe beispielsweise die Risikoübernahme im Bereich Bilanzkreisführung. Auch müsse es stets eine Instanz geben, die einspringen kann, sollte ein anderer Energielieferant ausfallen. Darüber hinaus gebe es noch viele weitere Dienstleistungen rund um die Energielieferung, die große und kleine Energieversorger dann erbringen können.
 
Dass sich die Rolle des Versorgers, wie es sie heute gibt, durch Blockchain wandeln wird, glaubt auch Jens Strüker, Geschäftsführer des Instituts für Energiewirtschaft in Frankfurt am Main. Allerdings sei es so, dass es trotz des Wegfalls von EVU als Intermediär bei Transaktionen weiterhin eine Instanz geben müsse, die beispielsweise alle an einem Netzwerk teilnehmenden Geräte verifiziert.
 
Christina Elberg von EWI Research & Scenarios schätzt, dass Blockchain Druck auf den Markt ausüben wird und so mehr Wettbewerb entstehen kann. Teilweise geschehe das bereits. „Im Bereich der Börse etwa fallen für Transaktionen Gebühren an, die bei dezentralen Handelsplattformen nicht anfallen. Dadurch könnte es der Blockchain-Technologie beispielsweise möglich sein, sich als ein starkes Konkurrenzprodukt zu positionieren.“ Aktuell gebe es jedoch einige Hemmnisse, die den Fortschritt von Blockchain behindern, wie etwa Netzentgelte oder die EEG-Umlage.
 

Jonas Rosenberger
Redakteur
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Dienstag, 06.02.2018, 17:46 Uhr

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