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Enerige & Management > Biogas - Biomethaneinspeisung in Sinsheim geplant
Bild: Fotolia.com, Stephan Leyk
BIOGAS:
Biomethaneinspeisung in Sinsheim geplant
Die AVR Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises will in Sinsheim eine Abfall-Vergärungsanlage errichten und das Rohgas auf Erdgasqualität aufbereiten.
 
Mit dem Bau der zwischen 25 und 28 Mio. Euro teuren Biomethan-Einspeiseanlage soll Anfang 2017 auf dem Gelände des Biomasse-Heizkraftwerkes in Sinsheim begonnen werden, kündigte die AVR Umweltservice GmbH am 23. Oktober an. Das Entsorgungsunternehmen, das im Besitz der Kommunen des Rhein-Neckar-Kreises ist, sammelt seit 2012 Biomüll wie zum Beispiel Speisereste und Grünabfälle mit der braunen Tonne ein. Die Entscheidung für die Investition wird mit den „rasanten Steigerungsraten“ begründet. Den Angaben zufolge sind die jährlich anfallenden Mengen an Bioabfällen im Rhein-Neckar-Kreis von etwa 7 000 t in 2011 auf rund 47 000 t in 2015 gestiegen und werden in den kommenden Jahren voraussichtlich bis auf 60 000 t zulegen. „Neue Produkte wie hochwertiger Dünger, die Einspeisung des aufbereiteten Bioerdgases in das Gasnetz und dessen Nutzung für Blockheizkraftwerke lassen eine stabile mittel- und landfristige Rentabilität erwarten“, heißt es mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit des Projektes.

Während die AVR Energie GmbH das Rohgas erzeugen soll, ist geplant, dass sich die AVR Biogas GmbH um die Aufbereitung und Einspeisung in das Erdgasnetz kümmert. An dieser neuen Gesellschaft soll die AVR-Gruppe 51 Prozent der Anteile halten und die Mannheimer MVV Energie AG mit 49 Prozent beteiligt sein. Die beiden Unternehmen kooperieren bereits seit 2009 im Bereich der Energieeffizienz und der klimaschonenden Energieversorgung. Die Gärreste sollen über die AVR Bioterra GmbH, einer hundertprozentigen Tochter des Rhein-Neckar-Kreises, als Dünger in der Landwirtschaft vermarktet werden.
 
 

Michael Pecka
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Montag, 26.10.2015, 11:02 Uhr

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