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Enerige & Management > Berater - Bezahlbare Energiewende braucht Flexibilitäten und Speicher
Bild: Shutterstock
BERATER:
Bezahlbare Energiewende braucht Flexibilitäten und Speicher
Der finnische Anlagenhersteller Wärtsilä hat Modellrechnungen duchgeführt − auch für Deutschland. Eine Ergebnis: Für eine bezahlbare Energiwende fehlen uns vor allem flexible Anlagen.
 
Wenn Deutschland die Energiewende und zukünftig vollständig auf erneuerbare Energien setzen will, "muss es noch deutlich flexibler werden". Das ist eine Aussage eines Berichts, der sich mit Modellrechnungen beschäftigt wie die Länder eine bezahlbare Energiewende meistern könnten. Die Abhandlung hat Wärtsilä erstellt und am 31. März veröffentlicht.

Der Energie-Konzern Wärtsilä hat in dem "Atlas of 100% Renewable Energy"   errechnet: Es werden hierzulande rund 94.300 MW Strom an flexible Anlagen benötigt, um möglichst kostengünstig komplett auf erneuerbare Energien umsteigen zu können. Rund 41.700 MW müssten nach den Analysen aus Energiespeichern kommen und 52.600 MW aus Anlagen, die mit flexiblem Gasantrieb laufen und mit nachhaltigen Brennstoffen sogenannten Future Fuels angetrieben werden. Eine Kombination aus Stromproduktion durch erneuerbare Energien und flexibler Gas-Technologie sowie Energiespeichern wäre für Deutschland demanch am günstigsten.

Gerade diese Flexibilität sei enorm wichtig, sagt Björn Ullbro, Vice President, Africa & Europe, Wärtsilä Energy: "Wir haben für unseren Wärtsilä 'Atlas of 100 % Renewable Energy' Modell-Rechnungen mit 145 Ländern und Regionen durchgeführt und dabei vor allem eines gelernt: Die Energiesysteme, die den höchsten Anteil an erneuerbaren Energien haben, brauchen viel Flexibilität. Nur so schaffen sie den Übergang zu 100 Prozent erneuerbaren Energien. Diese so sehr benötigte Flexibilität wird durch eine Mischung aus Energiespeicherung und ausbalancierender Gas-Technologie geschaffen."

Dies gelte ganz besonders für Deutschland: Die Bundesrepublik könne bereits jetzt auf einen großen Anteil an erneuerbaren Energien zurückgreifen, insbesondere auf Windenergie. "Schon jetzt stammen 39 Prozent des erzeugten Stroms aus Windkraft. Aus dieser großen Menge an erneuerbaren Energien folgt ein großer Bedarf an flexiblen Lösungen, nach Wärtsilä-Berechnungen sogar der fünftgrößte unter den G20-Staaten", so Ullbro.

Die gesamte Analyse, die sich im Schwerpunkt auf die Länder USA, Brasilien, Vereinigtes Königreich, Deutschland und Australien konzentriert, ist auf der Webseite des Anlagenherstellers Wärtsilä in englischer Sprache als PDF verfügbar   .
 

Heidi Roider
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