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Energie & Management > Symbolbilder - Berliner Stromausfall kostet Staat hohe Hotelkosten
Quelle: Pixabay / StockSnap
Symbolbilder

Berliner Stromausfall kostet Staat hohe Hotelkosten

Beim großen Stromausfall im Januar ziehen in Berlin Tausende in Hotels um, der Staat verspricht Kostenübernahme. Wie viel Geld kostet das? So sieht die Bilanz der Hilfsaktion aus.
Nach dem großen Stromausfall im Berliner Südwesten hat der Staat betroffenen Menschen insgesamt knapp 900.000 Euro an Hotelkosten erstattet. Das geht aus einer Bilanz des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Demnach gingen seit dem mehrtägigen Stromausfall im Januar Tausende Anträge von Menschen ein, die wegen Dunkelheit und großer Kälte in Hotels unterkamen. Der Berliner Senat hatte die Kostenerstattung damals beschlossen, das Antrags- und Auszahlungsverfahren obliegt dem Bezirk.

Nach Angaben des zuständigen Bezirksstadtrats Tim Richter wurden 3.116 Anträge geprüft, die sich öfter auf mehrere Personen bezogen. 2.933 Anträge wurden ausgezahlt, mitunter mussten Antragsteller Unterlagen nachreichen. Die durchschnittliche Summe betrug 52 bis 55 Euro pro Person und Nacht.

129 weitere Anträge wurden abgelehnt, etwa weil die Übernachtungen außerhalb des fraglichen Zeitraums lagen oder nicht in gewerblichen Unterkünften wie Hotels oder Pensionen stattfanden. In 54 Fällen zogen Antragsteller ihr Ansinnen zurück. 

Nach Angaben Richters trudeln immer noch vereinzelt neue Anträge ein, die natürlich auch bearbeitet werden. Er zog dennoch eine positive Gesamtbilanz des Hilfsangebotes. „Schnelle und pragmatische Hilfe hat funktioniert“, sagte er.

Richter erinnerte daran, dass das Bezirksamt innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit ein rechtssicheres und möglichst unkompliziertes Verfahren zur Bearbeitung der Anträge aufsetzen musste. „Dies ist in dieser Größenordnung in Berlin erstmalig so in diesem Tempo umgesetzt worden.“

Wegen eines mutmaßlich von Linksextremisten begangenen Brandanschlags auf eine Kabelbrücke am 3. Januar waren im Berliner Südwesten 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Gewerbebetriebe vielfach tagelang ohne Strom und damit oft auch ohne Heizung. Am 7. Januar war die Stromversorgung wieder für alle hergestellt.

Freitag, 7.08.2026, 14:16 Uhr
dpa
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Berliner Stromausfall kostet Staat hohe Hotelkosten
Beim großen Stromausfall im Januar ziehen in Berlin Tausende in Hotels um, der Staat verspricht Kostenübernahme. Wie viel Geld kostet das? So sieht die Bilanz der Hilfsaktion aus.
Nach dem großen Stromausfall im Berliner Südwesten hat der Staat betroffenen Menschen insgesamt knapp 900.000 Euro an Hotelkosten erstattet. Das geht aus einer Bilanz des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Demnach gingen seit dem mehrtägigen Stromausfall im Januar Tausende Anträge von Menschen ein, die wegen Dunkelheit und großer Kälte in Hotels unterkamen. Der Berliner Senat hatte die Kostenerstattung damals beschlossen, das Antrags- und Auszahlungsverfahren obliegt dem Bezirk.

Nach Angaben des zuständigen Bezirksstadtrats Tim Richter wurden 3.116 Anträge geprüft, die sich öfter auf mehrere Personen bezogen. 2.933 Anträge wurden ausgezahlt, mitunter mussten Antragsteller Unterlagen nachreichen. Die durchschnittliche Summe betrug 52 bis 55 Euro pro Person und Nacht.

129 weitere Anträge wurden abgelehnt, etwa weil die Übernachtungen außerhalb des fraglichen Zeitraums lagen oder nicht in gewerblichen Unterkünften wie Hotels oder Pensionen stattfanden. In 54 Fällen zogen Antragsteller ihr Ansinnen zurück. 

Nach Angaben Richters trudeln immer noch vereinzelt neue Anträge ein, die natürlich auch bearbeitet werden. Er zog dennoch eine positive Gesamtbilanz des Hilfsangebotes. „Schnelle und pragmatische Hilfe hat funktioniert“, sagte er.

Richter erinnerte daran, dass das Bezirksamt innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit ein rechtssicheres und möglichst unkompliziertes Verfahren zur Bearbeitung der Anträge aufsetzen musste. „Dies ist in dieser Größenordnung in Berlin erstmalig so in diesem Tempo umgesetzt worden.“

Wegen eines mutmaßlich von Linksextremisten begangenen Brandanschlags auf eine Kabelbrücke am 3. Januar waren im Berliner Südwesten 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Gewerbebetriebe vielfach tagelang ohne Strom und damit oft auch ohne Heizung. Am 7. Januar war die Stromversorgung wieder für alle hergestellt.

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