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Enerige & Management > Politik - Beratung über Castor-Zwischenlagerung
Bild: Fotolia.com, Tom-Hanisch
POLITIK:
Beratung über Castor-Zwischenlagerung
Im Bundesumweltministerium findet am 14. Februar ein Gespräch mit Vertretern der Bundesländer über die Frage statt, wo die noch erwarteten Castoren zwischengelagert werden sollen.
 
Deutschland muss ab 2015 insgesamt 26 Castor-Behälter mit Atommüll aus den Wiederaufbereitungsanlagen in Sellafield und La Hague zurücknehmen. Da Nidersachsen dem Endlagersuchgesetz nur unter der Prämisse zugestimmt hatte, dass kein Atommüll mehr nach Gorleben geschafft wird, muss die Frage geklärt werden, an welchen Standorten diese bis zur Einrichtung eines Endlagers für hochstrahlende Abfälle gelagert werden sollen. „Die alte Bundesregierung hat diese Frage ungelöst der neuen Bundesministerin Barbara Hendricks überlassen“, sagt Schleswig-Holsteins Energieminister Robert Habeck. Sein rot-grün regiertes Bundesland wie auch die grün-rote baden-württembergische Landesregierung hatten sich bereit erklärt, an den Standorten der Kernkraftwerde Brunsbüttel und Philippsburg Castoren unter der Bedingung aufzunehmen, dass noch ein weiteres, unionsregiertes Land hinzu kommt.

Noch steht eine endgültige Lösung aus, obwohl die neue Landesregierung von CDU und Grünen in Hessen ihre Bereitschaft erklärt hatte, in Biblis Atommüll aufzunehmen, wenn „fachliche Gesichtspunkte“ dafür sprechen. „Es gibt in der Landesregierung dazu überhaupt keinen Dissens“, hatte Grünen-Umweltministerin Priska Hinz betont, nachdem Regierungschef Volker Bouffier öffentlich von „erheblichem Diskussionsbedarf“ gesprochen hatte. Auch die CDU wolle sich „nicht aus der Verantwortung stehlen, wenn es denn fachliche Gründe gibt“, sagte der CDU-Abgeordnete Peter Stephan der Deutschen Presseagentur (DPA). Bei der Zwischenlagerung gehe es lediglich um 5 % zusätzlichen Abfalls in Biblis.

Anders ist die Haltung der in der Opposition stehenden CDU in Baden-Württemberg: Dort stemmt man sich nun gegen die Zwischenlagerung von Castoren in Philippsburg. Zum einen brauche man dafür eine besondere Anlage, die auf jeden Fall einen dreistelligen Millionenbetrag koste, sagte CDU-Fraktionschef Peter Hauk der DPA. Zum anderen kämen die Castoren spätestens 2016 aus dem Ausland – bis dahin könne ein Zwischenlager nicht fertig sein.

Zu den Beratungen im Bundesumweltministerium, die von Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth geleitet werden, sind die Umweltminister aus sieben Bundesländern eingeladen. „Es muss eine faire Lastenteilung geben, denn hier sitzen alle in einem Boot“, betont Habeck. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sagte dem RBB-Info-Radio, sie erwarte bei dem Gespräch noch keine Einigung. Sie zeigte sich aber zuversichtlich, dass es noch vor Ostern zu einer Verständigung kommen könnte.
 

Angelika Nikionok-Ehrlich
Redakteurin
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Freitag, 14.02.2014, 10:58 Uhr

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