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Energie & Management > E&M-Direktvermarktungsumfrage - Batteriespeicher rücken immer mehr in den Fokus
Batteriespeicher werden als Partner der erneuerbaren Energien immer wichtiger. Quelle: Shutterstock
E&M-Direktvermarktungsumfrage

Batteriespeicher rücken immer mehr in den Fokus

Die Direktvermarkter entwickeln neue Geschäftsmodelle und an Entscheidungen der Politik haben sie wenig auszusetzen. Das geht aus der 23. E&M-Branchenumfrage hervor.
Das Ranking bleibt erneut unverändert: Die größten Direktvermarkter des Jahres 2025 heißen auch 2026 Quadra mit 10.100 MW, EnBW (9.900 MW), Next Kraftwerke (8.020 MW), Statkraft (6.800 MW) und Danske (6.600 MW). Dabei musste die Total-Tochter Quadra Energy als Spitzenreiter Rückgänge verbuchen, ebenso Next Kraftwerke auf Platz drei, während die EnBW Energie Baden-Württemberg im Jahresvergleich beim Portfolio zulegen konnte.

Die größten Steigerungen aber meldete RWE Supply & Trading. Quadra führt weiter das Ranking der größten Windstromvermarkter an, beim Sonnenstrom steht Next Kraftwerke auch im neuen Jahr auf Platz eins, bei der Biomasse liegt wieder Energy 2 Market vorne. Etwa 20 der 51 Unternehmen, die gegenüber E&M Angaben zu ihren Direktvermarktungsaktivitäten machten, meldeten ein geschrumpftes Portfolio für 2026, die große Mehrheit verzeichnet also Zuwächse.

Was die erwartete Entwicklung angeht, ist das Bild noch wesentlich deutlicher: Außer drei Unternehmen, die hier keine Angaben machten, rechnet nur Verbund Energy 4 Business Germany mit einem Rückgang. Alle anderen setzen auf Wachstum. Ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt, sind Batteriespeicher. EnBW beispielsweise hat hier stark zugelegt, gefolgt von Engie, RWE und Quadra. 

Zustimmung zum 15-Minuten-Raster

Die Einführung der Day-Ahead-Auktion im 15-Minuten-Raster begrüßt nicht nur Quadra-Geschäftsführer Thomas Krings im Gespräch mit E&M. Das feinere Zeitraster passe deutlich besser zum Einspeiseverhalten von Wind- und Solarenergie, die inzwischen den größten Teil der Stromerzeugung in Deutschland stellen. Das sehen auch andere Marktteilnehmer so. Zugleich kündigte Krings an, ab diesem Jahr auch wieder Windenergie- und Solaranlagen in den Regelenergiemarkt zu integrieren und so für ein verlässliches Energiesystem zu sorgen. 

Für EnBW, die Nummer zwei im E&M-Ranking als auch beim PV-Zuwachs, hebt ein Firmensprecher hervor, dass sein Unternehmen bereits seit dem Jahr 2023 Solarparks standardmäßig mit Batteriespeichern plant. Erst jetzt wurde die Investitionsentscheidung für einen Großbatteriespeicher mit einer Leistung von 400 MW am Standort des stillgelegten Kernkraftwerks Philippsburg getroffen. Allerdings habe das Jahr 2025 gezeigt, dass der Ausbau in Deutschland wegen unterschiedlicher Hürden nicht so schnell vorangegangen ist, wie es sich viele gewünscht haben. 

Ganz leicht zugelegt im Windbereich hat Zuwachs-Sieger RWE, dagegen konnte er die PV-Leistung im Portfolio mit 1.800 MW mehr als verdoppeln. Für diesen Erfolg macht Fabian Förster, Senior Originator für das PPA-Geschäft und die Direktvermarktung im Handelshaus des Konzerns, die Tatsache verantwortlich, dass RWE die „Expertise von der Projektentwicklung über den Betrieb bis hin zur Vermarktung“ vereine. Bei Batteriespeichern setzt der Essener Energiekonzern, der mit mehr als 400 MW der absolute Speicherchampion ist, auch auf Tolling-Angebote, bei denen der Speicherbetreiber dem Vermarkter die Batterie gegen einen fixen Betrag über die gesamte Vertragslaufzeit zur Nutzung überlässt.

Die Ergebnisse der Direktvermarkungsumfrage mit Tabellen, ausführlichem Bericht sowie Einschätzungen, Prognosen und Meinungen von Marktteilnehmern lesen Sie in der E&M-Printausgabe, die am 1. Februar erscheint.

Freitag, 23.01.2026, 10:51 Uhr
Günter Drewnitzky
Energie & Management > E&M-Direktvermarktungsumfrage - Batteriespeicher rücken immer mehr in den Fokus
Batteriespeicher werden als Partner der erneuerbaren Energien immer wichtiger. Quelle: Shutterstock
E&M-Direktvermarktungsumfrage
Batteriespeicher rücken immer mehr in den Fokus
Die Direktvermarkter entwickeln neue Geschäftsmodelle und an Entscheidungen der Politik haben sie wenig auszusetzen. Das geht aus der 23. E&M-Branchenumfrage hervor.
Das Ranking bleibt erneut unverändert: Die größten Direktvermarkter des Jahres 2025 heißen auch 2026 Quadra mit 10.100 MW, EnBW (9.900 MW), Next Kraftwerke (8.020 MW), Statkraft (6.800 MW) und Danske (6.600 MW). Dabei musste die Total-Tochter Quadra Energy als Spitzenreiter Rückgänge verbuchen, ebenso Next Kraftwerke auf Platz drei, während die EnBW Energie Baden-Württemberg im Jahresvergleich beim Portfolio zulegen konnte.

Die größten Steigerungen aber meldete RWE Supply & Trading. Quadra führt weiter das Ranking der größten Windstromvermarkter an, beim Sonnenstrom steht Next Kraftwerke auch im neuen Jahr auf Platz eins, bei der Biomasse liegt wieder Energy 2 Market vorne. Etwa 20 der 51 Unternehmen, die gegenüber E&M Angaben zu ihren Direktvermarktungsaktivitäten machten, meldeten ein geschrumpftes Portfolio für 2026, die große Mehrheit verzeichnet also Zuwächse.

Was die erwartete Entwicklung angeht, ist das Bild noch wesentlich deutlicher: Außer drei Unternehmen, die hier keine Angaben machten, rechnet nur Verbund Energy 4 Business Germany mit einem Rückgang. Alle anderen setzen auf Wachstum. Ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt, sind Batteriespeicher. EnBW beispielsweise hat hier stark zugelegt, gefolgt von Engie, RWE und Quadra. 

Zustimmung zum 15-Minuten-Raster

Die Einführung der Day-Ahead-Auktion im 15-Minuten-Raster begrüßt nicht nur Quadra-Geschäftsführer Thomas Krings im Gespräch mit E&M. Das feinere Zeitraster passe deutlich besser zum Einspeiseverhalten von Wind- und Solarenergie, die inzwischen den größten Teil der Stromerzeugung in Deutschland stellen. Das sehen auch andere Marktteilnehmer so. Zugleich kündigte Krings an, ab diesem Jahr auch wieder Windenergie- und Solaranlagen in den Regelenergiemarkt zu integrieren und so für ein verlässliches Energiesystem zu sorgen. 

Für EnBW, die Nummer zwei im E&M-Ranking als auch beim PV-Zuwachs, hebt ein Firmensprecher hervor, dass sein Unternehmen bereits seit dem Jahr 2023 Solarparks standardmäßig mit Batteriespeichern plant. Erst jetzt wurde die Investitionsentscheidung für einen Großbatteriespeicher mit einer Leistung von 400 MW am Standort des stillgelegten Kernkraftwerks Philippsburg getroffen. Allerdings habe das Jahr 2025 gezeigt, dass der Ausbau in Deutschland wegen unterschiedlicher Hürden nicht so schnell vorangegangen ist, wie es sich viele gewünscht haben. 

Ganz leicht zugelegt im Windbereich hat Zuwachs-Sieger RWE, dagegen konnte er die PV-Leistung im Portfolio mit 1.800 MW mehr als verdoppeln. Für diesen Erfolg macht Fabian Förster, Senior Originator für das PPA-Geschäft und die Direktvermarktung im Handelshaus des Konzerns, die Tatsache verantwortlich, dass RWE die „Expertise von der Projektentwicklung über den Betrieb bis hin zur Vermarktung“ vereine. Bei Batteriespeichern setzt der Essener Energiekonzern, der mit mehr als 400 MW der absolute Speicherchampion ist, auch auf Tolling-Angebote, bei denen der Speicherbetreiber dem Vermarkter die Batterie gegen einen fixen Betrag über die gesamte Vertragslaufzeit zur Nutzung überlässt.

Die Ergebnisse der Direktvermarkungsumfrage mit Tabellen, ausführlichem Bericht sowie Einschätzungen, Prognosen und Meinungen von Marktteilnehmern lesen Sie in der E&M-Printausgabe, die am 1. Februar erscheint.

Freitag, 23.01.2026, 10:51 Uhr
Günter Drewnitzky

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