• Gas: Kaum Veränderungen
  • Strom: Day Ahead wieder billiger
  • Gasunie schließt VW-Kraftwerk an
  • Stadtwerke Düsseldorf erhöhen Strompreise
  • VKU: Steinkohlekraftwerke als Lückenbüßer
  • Investor für Baywa Re in Sicht
  • Groß-WG im Haus der Erneuerbaren Energien
  • Zeppelin präsentiert sein Angebot als Komplettanbieter
  • Verbände üben Kritik an "Politik mit der Brechstange"
  • EEW will Phosphor zurückgewinnen
Enerige & Management > IT - Badenova nimmt neues Funknetz in Betrieb
Bild: GMX
IT:
Badenova nimmt neues Funknetz in Betrieb
Der Regionalversorger Badenova hat in Freiburg eine neue Kommunikationsinfrastruktur installiert, um Smart-City-Anwendungen zu ermöglichen.
 
Das Internet der Dinge ist in Freiburg gestartet. Am 28. März haben Thorsten Radensleben, Vorstandsvorsitzender der Badenova, und Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon „I-Nova“ in Betrieb genommen.

Dieses von der Badenova aufgebaute Funknetz basiert auf dem Funkstandard „LoRaWAN“ und ist ein System, mit dem Daten günstig über weite Distanzen hinweg und aus Gebäuden heraus übertragen werden können. Trotz großer Reichweiten verbrauchen die Sensoren und Basisstationen dabei nur sehr wenig Energie.

I-Nova bestehe aus insgesamt 20 Basisstationen, die als Gateways fungieren, teilte der Versorger mit. Die Stationen wurden auf eigenen Gebäuden und Anlagen im Stadtgebiet errichtet. Diese Gateways sammeln per Funk aus ihrer Umgebung Daten ein und geben sie verschlüsselt an einen zentralen Server weiter. Dort werden sie ausgelesen und verarbeitet.

In einem ersten Schritt wird die Badenova mit dem neuen System die Technik ihrer Abwassersysteme überwachen. Dazu werden in den Kanalschächten Sensoren angebracht, die Wassermenge, Temperatur, Fließgeschwindigkeit, Druck und andere Werte messen und per Funk täglich an den nächsten Gateway senden. Dadurch kann das jährliche manuelle Auslesen der Daten durch Mitarbeiter entfallen, die für den Einstieg in den Kanal oberirdisch zumeist eine Baustelle einrichten mussten. Vor allem in Kanalbereichen, die unter Wasser liegen oder mit Gasen gefüllt sind, wird so die Kontrolle deutlich vereinfacht.

In einem weiteren Projektschritt wollen die Freiburger in Zusammenarbeit mit einer Wohnungsbaugesellschaft Zählerdaten in Mietshäusern auslesen und auf diese Weise die Daten für die Betriebskostenabrechnung einsammeln.

Die Lorawan-Funktechnologie bietet auch für andere Anwendungsbereiche Potenziale, sodass sich innerhalb Freiburgs inzwischen eine eigene Community gebildet hat. Tüftler wollen nun weitere Smart-City-Anwendungen auf den Weg bringen. Ein Beispiel sind Müll- und Papiertonnen oder Glascontainer, die ihre Füllstände selbst melden. Dadurch ließe sich die Abfuhr gezielter und effizienter gestalten, heißt es dazu. Auch im Parkraummanagement gibt es Lösungsansätze, indem Sensoren freie Parkplätze melden und so der Suchverkehr reduziert werden könnte.
 

Kai Eckert
Redakteur
+49 (0) 4101 8692995
eMail
facebook
© 2020 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 28.03.2018, 16:45 Uhr

Mehr zum Thema