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Enerige & Management > Windkraft - Ausbau von London Array gestoppt
Bild: Fotolia.com, zentilia
WINDKRAFT:
Ausbau von London Array gestoppt
Der Ausbau von London Array wird nicht weiter verfolgt.
 
Die dänische Dong, der deutsche Eon-Konzern und Masdar aus Abu Dhabi haben ihre Pläne für die zweite Ausbaustufe des Offshore-Windparks London Array wegen der geschützten Vogelart Sterntaucher in der Versenkung verschwinden lassen. Denn, so begründet Projektleiter Mike O`Hare für die drei Partner, die Entscheidung, sich nicht auf die mindestens drei Jahre lange Prüfungs- und Wartezeit einzulassen: „Es gibt keine Garantie dafür, dass wir in drei Jahren beweisen können, dass die Windturbinen die Vögel nicht stören“.
 
Die erste Stufe vom London Array, dem mit 175 Turbinen und einer Kapazität von 630 MW jetzt schon größten Offshore-Windpark der Welt, hat im Juli vergangenen Jahres der konservative Premierminister David Cameron noch persönlich eingeweiht. Seit dem Jahr 2000 bis Ende 2013 hat Großbritannien Offshore-Windkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 3 653 MW installiert – mehr als weltweit alle anderen Länder zusammen. Doch inzwischen wächst auch auf den britischen Inseln der Widerstand gegen Windenergie. In jüngster Zeit sind schon drei große Windpark-Projekte gescheitert.
 
Das auf umgerechnet 4,93 Mrd. Euro veranschlagte Windpark-Projekt Atlantic Array von RWE fiel dem Sparkurs des deutschen Konzerns zum Opfer. Offiziell hieß es, die Kosten und die technischen Probleme seien „prohibitiv“. Der Schutz von Riesen-Haien, den dort gesichteten basking sharks, und ein felsiger Meeresboden brachten den vor der Westküste Schottlands von Scottish Power geplanten Windpark Argyll Array zu Fall. Nun fällt auch die Phase II des London Array flach. Die von Eon und Partnern geplante weitere 200 MW Offshore-Kapazität scheiterte nicht nur an den seltenen Sterntauchern, sondern laut O`Hare auch an technischen Problemen wie der schwierigen, längeren und teureren Streckenführung für die Seekabel zum Stromexport.
 
Trotz dieser Rückschläge gibt sich das Energieministerium aber sicher, die britische Führungsrolle bei Offshore-Windenergie halten zu können. Windkraftwerke mit einer Kapazität von 1,4 GW seien derzeit im Bau und eine Pipeline von Projekten enthalte Pläne für 40 GW Offshore-Windenergie.
 

Katharina Otzen
© 2020 Energie & Management GmbH
Montag, 24.02.2014, 11:17 Uhr

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