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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Auf alten Windflächen 60 Prozent mehr Ausbeute möglich
Quelle: Fotolia / Felix brönnimann
WINDKRAFT ONSHORE:
Auf alten Windflächen 60 Prozent mehr Ausbeute möglich
Allein mit Repowering von Windkraft-Standorten an Land ließe sich die Erzeugungsmenge bis 2030 enorm steigern, sagt RWE. Der Konzern hat bei einem solchen Projekt Neuland betreten.
 

Allein durch den Ersatz von Altanlagen durch moderne Windräder auf den bisher in Deutschland ausgewiesenen Flächen ließe sich die Windstrom-Erzeugung in diesem Jahrzehnt um circa 60 Prozent auf mehr als 210 Mrd. kWh erhöhen. Das entspricht 37 % des deutschen Stromverbrauchs von 2020. Ein entsprechendes Ergebnis einer ungenannten Studie hat am 21. April der RWE-Konzern zitiert. Anlass war der Abschluss seines dritten solchen Repowering-Projektes in Deutschland.

RWE Renewables tauschte in seinem Windpark Krusemark-Ellingen im Kreis Stendal in Sachsen-Anhalt 15 zwischen 1998 und 2004 errichtete Windenergieanlagen verschiedener Typen von Enercon durch sechs Nordex-Windräder aus – und erreichte gleichwohl eine Steigerung der elektrischen Gesamtleistung um 26 % auf 19,8 MW.

In dem Projekt setzte RWE mehrere technische oder betriebswirtschaftliche Innovationen um.

  • Das Repowering erfolgte erstmals am offenen Herzen, das heißt, es wurden nicht wie üblich erst die Altanlagen ab- und dann die Neuanlagen aufgebaut, sondern beides lief parallel. Damit war die Stromausbeute höher.
  • Die Typenvielfalt wurde durch einen einzigen Anlagentypen ersetzt. Dies vergünstigt Wartung und Instandhaltung.
  • Wiederverwertung wurde großgeschrieben: Die meisten Altanlagen werden als komplette Sets – einschließlich der Stahltürme – zur Wiederverwendung in andere Windparks verkauft.
„Zudem wird ein Teil des Materials der alten Fundamente am gleichen Standort als Tragschicht für die neuen Zufahrtsstraßen wiederverwendet“, erklärte Jens Edler-Krupp. Er verantwortet die Entwicklung von Onshore-Windparks von RWE in Deutschland. Der Konzern wolle "kurzfristig" in der Projektentwicklung 200 Fachkräfte einstellen, ergänzte Edler-Krupp.
 

Georg Eble
Redakteur
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Freitag, 22.04.2022, 10:38 Uhr

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