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Energie & Management > Bilanz - Aschaffenburg erzielt statt Verlust einen Gewinn
Quelle: Fotolia / Minerva Studio
Bilanz

Aschaffenburg erzielt statt Verlust einen Gewinn

Die Stadtwerke Aschaffenburg haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Millionengewinn abgeschlossen. Ausgegangen war man ursprünglich von einem Minus.
Die Stadtwerke Aschaffenburg haben im vergangenen Jahr 4,5 Millionen Euro an Gewinn erwirtschaftet. „Bei der Wirtschaftsplanung war man noch von einem Defizit von 2,1 Millionen Euro ausgegangen“, teilte das kommunale Unternehmen aus Bayern mit. Allerdings ist der Gewinn nicht nachhaltig. Das positive Ergebnis resultiere zu etwa zwei Dritteln aus Sondereffekten, heißt es weiter.

Den größten Beitrag zum positiven Jahresergebnis leistete die Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG), die für die Energieversorgung im Stadtwerke-Verbund zuständig ist. Sie erwirtschaftete einen Gewinn von rund 11,4 Millionen Euro und „lag damit über den Erwartungen“. Ausschlaggebend waren unter anderem höhere Absatzmengen, geringere Materialaufwendungen sowie die Auflösung einer Rückstellung aus einem Schadensersatzverfahren.

Gleichzeitig investierte die AVG kräftig in ihre Infrastruktur. Nach Angaben des Unternehmens flossen 10,2 Millionen Euro in das Stromnetz. „Mit 10,2 Millionen Euro haben wir in unser Stromnetz so viel investiert wie noch nie. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Versorgungssicherheit bei absehbar steigenden Lasten sicherzustellen und die stark wachsenden erneuerbaren Energien aufnehmen zu können“, sagte Werkleiter Stefan Maunz.

Auch der öffentliche Nahverkehr entwickelte sich positiv. Mit mehr als 6,5 Millionen Fahrgästen erreichte der Verkehrsbetrieb einen neuen Höchststand. Das Defizit verringerte sich von rund 6,8 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 4,8 Millionen Euro. Als wesentlichen Grund nennen die Stadtwerke „hohe aperiodische Effekte im Zusammenhang mit dem Deutschlandticket“.

Gesamtinvestitionen in Höhe von 24 Millionen Euro

Weniger erfreulich verlief das Jahr für den Entsorgungsbetrieb. Er schloss 2025 mit einem Defizit von 1,9 Millionen Euro ab. Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch höhere Kosten für die Müllverbrennung infolge der Einbeziehung der Abfallverbrennung in den europäischen Emissionshandel sowie durch gestiegene Personalkosten. Hinzu kamen geringere Erlöse aus der Vermarktung von Wertstoffen und Aufwendungen für die Nachsorge der Altdeponie Stockstadt. Das Defizit der Bäder und der Eissporthalle verringerte sich auf rund 2,0 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Verbesserung um rund 0,3 Millionen Euro. „Dazu trug auch ein positiver Einmaleffekt aus dem Abschluss eines Rechtsstreits bei.“

Insgesamt investierte der Stadtwerke-Verbund im vergangenen Jahr rund 24,1 Millionen Euro. Das Investitionsvolumen lag damit zwar etwa 4 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert, blieb aber auf einem hohen Niveau. Darin enthalten ist auch der Erwerb einer Beteiligung am Tiefbauunternehmen Patrick Holy GmbH. Ende 2025 beschäftigten die Stadtwerke 628 Mitarbeiter. (sag)

Montag, 3.08.2026, 16:43 Uhr
Stefan Sagmeister
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Aschaffenburg erzielt statt Verlust einen Gewinn
Die Stadtwerke Aschaffenburg haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Millionengewinn abgeschlossen. Ausgegangen war man ursprünglich von einem Minus.
Die Stadtwerke Aschaffenburg haben im vergangenen Jahr 4,5 Millionen Euro an Gewinn erwirtschaftet. „Bei der Wirtschaftsplanung war man noch von einem Defizit von 2,1 Millionen Euro ausgegangen“, teilte das kommunale Unternehmen aus Bayern mit. Allerdings ist der Gewinn nicht nachhaltig. Das positive Ergebnis resultiere zu etwa zwei Dritteln aus Sondereffekten, heißt es weiter.

Den größten Beitrag zum positiven Jahresergebnis leistete die Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG), die für die Energieversorgung im Stadtwerke-Verbund zuständig ist. Sie erwirtschaftete einen Gewinn von rund 11,4 Millionen Euro und „lag damit über den Erwartungen“. Ausschlaggebend waren unter anderem höhere Absatzmengen, geringere Materialaufwendungen sowie die Auflösung einer Rückstellung aus einem Schadensersatzverfahren.

Gleichzeitig investierte die AVG kräftig in ihre Infrastruktur. Nach Angaben des Unternehmens flossen 10,2 Millionen Euro in das Stromnetz. „Mit 10,2 Millionen Euro haben wir in unser Stromnetz so viel investiert wie noch nie. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Versorgungssicherheit bei absehbar steigenden Lasten sicherzustellen und die stark wachsenden erneuerbaren Energien aufnehmen zu können“, sagte Werkleiter Stefan Maunz.

Auch der öffentliche Nahverkehr entwickelte sich positiv. Mit mehr als 6,5 Millionen Fahrgästen erreichte der Verkehrsbetrieb einen neuen Höchststand. Das Defizit verringerte sich von rund 6,8 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 4,8 Millionen Euro. Als wesentlichen Grund nennen die Stadtwerke „hohe aperiodische Effekte im Zusammenhang mit dem Deutschlandticket“.

Gesamtinvestitionen in Höhe von 24 Millionen Euro

Weniger erfreulich verlief das Jahr für den Entsorgungsbetrieb. Er schloss 2025 mit einem Defizit von 1,9 Millionen Euro ab. Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch höhere Kosten für die Müllverbrennung infolge der Einbeziehung der Abfallverbrennung in den europäischen Emissionshandel sowie durch gestiegene Personalkosten. Hinzu kamen geringere Erlöse aus der Vermarktung von Wertstoffen und Aufwendungen für die Nachsorge der Altdeponie Stockstadt. Das Defizit der Bäder und der Eissporthalle verringerte sich auf rund 2,0 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Verbesserung um rund 0,3 Millionen Euro. „Dazu trug auch ein positiver Einmaleffekt aus dem Abschluss eines Rechtsstreits bei.“

Insgesamt investierte der Stadtwerke-Verbund im vergangenen Jahr rund 24,1 Millionen Euro. Das Investitionsvolumen lag damit zwar etwa 4 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert, blieb aber auf einem hohen Niveau. Darin enthalten ist auch der Erwerb einer Beteiligung am Tiefbauunternehmen Patrick Holy GmbH. Ende 2025 beschäftigten die Stadtwerke 628 Mitarbeiter. (sag)

Montag, 3.08.2026, 16:43 Uhr
Stefan Sagmeister

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