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Enerige & Management > Gasnetz - Arbeiten im Ahrtal kommen schnell voran
Auch der Bau einer neuen Hochdruckleitung entlang der Weinberge kam gut voran Quelle: EVM
GASNETZ:
Arbeiten im Ahrtal kommen schnell voran
Die Arbeiten zur Wiederherstellung des zerstörten Erdgasnetzes im Ahrtal machen große Fortschritte und kommen schneller voran als gedacht.
 
Wie die Energienetze Mittelrhein (ENM) mitteilen, konnten zwei wichtige Ahr-Querungen in Bad Neuenahr-Ahrweiler bereits fertiggestellt werden. Mit einem speziellen Spülbohrverfahren wurden neue Leitungen unterhalb des Flussbettes verlegt. Sie sind die Voraussetzung dafür, dass in Kürze die Stadtteile Ehlingen, Heimersheim, Heppingen, Gimmigen und Kirchdaun sowie der Ortsbezirk Bengen der Gemeinde Grafschaft wieder mit Erdgas versorgt werden können.

Die Leitungen wurden, wie es heißt, bewusst deutlich tiefer verlegt als die, die bei der Flutkatastrophe Mitte Juli zerrissen worden waren. Auch die Hochdruckleitung zwischen Lohrsdorf und Heppingen habe man in Rekordtempo neu errichtet. „Es handelt sich hierbei gewissermaßen um die Hauptschlagader unseres Erdgasnetzes im Ahrtal. Über diese Hochdruckleitung strömt das Gas von Remagen-Kripp aus kommend bis nach Walporzheim“, erläuterte Marcelo Peerenboom von der Energieversorgung Mittelrhein (EVM).

Alle Haushalte in den Bereichen, die jetzt wieder angeschlossen werden, wurden nach EVM-Angaben zwischenzeitlich von Monteuren aufgesucht. Sie hätten die Netzanschlüsse verschlossen und wo nötig defekte Gaszähler und Regler demontiert. Druckproben seien erfolgreich verlaufen.

Am Dienstag, 28. September, will die EVM-Netztochter ENM die Leitungen in Ehlingen komplett und in Heimersheim teilweise wieder unter Druck setzen. Die restlichen Straßenzüge in Heimersheim sollen wenige Tage später an der Reihe sein. In nicht überfluteten Gebieten, wo Zähler und Regler noch vorhanden sind, werden ENM-Mitarbeiter den Netzanschluss zunächst entlüften. Danach kann ein vom Netzunternehmen beauftragter Dienstleister die Heizungsanlage in Betrieb nehmen.

Wurden Zähler und Regler überflutet und von ENM ausgebaut, wird der Anschluss nur entlüftet. Danach muss ein vom Hauseigentümer beauftragtes Vertragsinstallationsunternehmen die Zählerneusetzung sowie die Wiederinbetriebnahme über das Netzportal der ENM beantragen.

Nach den Orten Heimersheim und Ehlingen werden nach den aktuellen Planungen des Netzbetreibers die Orte Heppingen, Gimmigen, Kirchdaun und Bengen als nächstes an der Reihe sein.
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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Dienstag, 21.09.2021, 14:46 Uhr

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