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Enerige & Management > Wasserstoff - Aquaventus bekommt Zuwachs
Quelle: Tüv Rheinland
WASSERSTOFF:
Aquaventus bekommt Zuwachs
Die Initiative "AquaVentus" hat weitere global agierende Unternehmen hinzugewonnen. Die Mitgliederzahl ist auf 79 internationale Mitgliederorganisationen angewachsen.
 
Allein im Oktober seien acht neue Mitglieder hinzugekommen, wie Jörg Singer, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins und Mitinitiator des Vorhabens in einer Mitteilung vom 16. November schreibt. "Das Interesse an Aquaventus und der Vision von einer Million Tonnen grünem Wasserstoff aus der Nordsee ist ungebrochen groß“, so Singer. Das ganzheitliche Konzept der Initiative von der Wasserstofferzeugung durch Offshore-Elektrolyse, über den -transport per Pipeline bis hin zum Einsatz auf Helgoland im Wärmesektor und als Schiffsantrieb in Form von LOHC (Liquid Organic Hydrogen Carriers) überzeuge viele nationale und internationale Unternehmen sowie Forschungsinstitute

Die neu hinzugestoßenen Unternehmen sind aktiv in den Bereichen Pipelinebetrieb, Öl- und Gasförderung, Beratung, Offshore-Installation und Power-to-X:
  • "NOGAT BV": Der niederländische Unternehmen betreibt das gleichnamige aspipeline-Systems in der niederländischen Nordsee. Die Pipelines liefern unter anderem auch Gas aus Dänemark und Deutschland nach Den Helder in den Niederlanden.
  • "NGT BV": Der niederländische Gastransporteur betreibt ein rund 500 Kilometer langes Pipeline-Netzwerk in der Nordsee. Das Unternehmen verflüssigt zudem große Mengen des transportierten Gases.
  • Neptune Energy Netherlands: Die Firma gehört zu der international tätigen Neptune Energy Gruppe mit Aktivitäten in Europa, Nordafrika und Asien-Pazifik. Die Gruppe fördert vor allem Öl und Gas. Über die Plattform "Q13a-A" vor der Küste von Den Haag ist Neptune Energy Netherlands außerdem an dem Projekt "PosHYdon" beteiligt. In diesem wird die Erzeugung grünen Wasserstoffs mittels Strom aus Offshore-Wind auf einer zentralen Plattform im Meer erprobt. Auch Nogat und NGT sind an dem Poshydon-Konsortium beteiligt.
  • Saipem: Das italienische Unternehmen ist spezialisiert auf die Installation, Konstruktion und Inbetriebnahme und den Rückbau von On- und Offshore-Plattformen und -Fundamenten. Saipem möchte eigener Aussage nach vor allem Kunden unterstützen, die zum Ausbau der erneuerbaren Energien beitragen.
  • Ramboll: Das 1945 in Dänemark gegründete Unternehmen ist eine internationale Ingenieurs-, Management- und Architekturberatung. Ramboll verfügt über Beratungsexpertise in den Bereichen Wasserstoff, Offshore Wind sowie Öl und Gas. Das Portfolio reicht von der Konzepterstellung bis zur Ausführungsplanung. 
  • Gicon-Großmann Ingenieur Consult: Das Beratungs- und Planungsbüro mit Sitz in Dresden bietet Ingenieursdienstleistungen und gutachterliche Spezialleistungen in den Bereichen Anlagen- und Bauplanung, Umwelt- und Genehmigungsplanung, Technische Informatik sowie Forschung und Technologieentwicklung
  • Heerema Marine Contractors SE: Das niederländische Unternehmen hat sich auf den Transport, die Installation und den Rückbau von Offshore-Infrastruktur spezialisiert.
  • Ptx Development GmbH: Das Berliner Unternehmen ist ein Zusammenschluss von "CILIX Asset Management", "GP JOULE" und Undkrauss Baugesellschaft. Ziel von Ptx Development ist es, mit Strom aus Windkraft und Photovoltaik Wasserstoff zu erzeugen. Dafür möchte das Unternehmen Flächen für zu errichtende Ökostromanlagen oder bereits bestehende Anlagen erwerben.


Details zur Aquaventus-Initiative

Der Förderverein Aquaventus umfasst mehrere Teilprojekte entlang der Wertschöpfungskette von der Herstellung von Wasserstoff in der Nordsee bis zum Transport zu Abnehmern auf dem Festland. Mit diesen aufeinander abgestimmten Konsortien soll der Bedarf und die Erzeugung von Wasserstoff synchronisiert und ein zügiger Markthochlauf ermöglicht werden. 

Das anvisierte Ziel der Partner ist die Produktion von 1 Mio. Tonnen grüner Wasserstoff ab 2035 zwischen Helgoland und Doggerbank. 

Zur Aquaventus-Projektfamilie gehören zum Beispiel: die Entwicklung von Offshore-Windenergieanlagen mit integrierter Wasserstofferzeugung ("AquaPrimus"), die Entwicklung eines großskaligen Offshore-Wasserstoffparks ("AquaSector") und einer zentralen Abnahmepipeline ("AquaDuctus") sowie Hafeninfrastrukturen ("AquaPortus"), maritime wasserstoffbasierte Anwendungen ("AquaNavis") und eine Forschungsplattform ("AquaCampus").

Zu den Mitgliedern zählen bereits Deutsche Shell Holding, Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung IFAM, Eon, RWE Renewables, Oersted, Equinor, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Siemens Gamesa Renewable Energy, Siemens Gas and Power, Vattenfall Innovation, die Hansewerk AG und die Gemeinde Helgoland.
 

Davina Spohn
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