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Enerige & Management > Stromnetz - Alliander bleibt in Hamburg im Rennen
Bild: Kai Eckert
STROMNETZ:
Alliander bleibt in Hamburg im Rennen
Der niederländische Netzbetreiber Alliander AG hat seine eigenständige Bewerbung um die Stromnetzkonzession in Hamburg zurückgezogen und konzentriert sich jetzt auf die gemeinsame Bewerbung mit der Genossenschaft Energienetz Hamburg eG.
 
Die Bietergemeinschaft aus Energienetz Hamburg eG und Alliander AG habe fristgerecht zum 31. März ihr gemeinsames Angebot für die Stromnetzkonzession abgegeben, erklärte Matthias Ederhof, Vorstand der Genossenschaft gegenüber E&M powernews. Damit habe Alliander auch seine eigenständige Interessenbekundung von Anfang 2013 zugunsten dieser Bewerbung zurückgezogen, erläuterte Ederhoff auf Nachfrage. In dem Konzessionsverfahren kann sich jeder Anbieter nur einmal auf die Konzession bewerben.

Alliander bringe langjährige Erfahrung bei der Modernisierung und beim Betrieb von städtischen Verteilnetzen mit, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Bewerber. Ziel sei es, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Energiewende auch im Stromverteilnetz durch technische und organisatorische Weiterentwicklungen zu schaffen. Dafür wünschen sie sich eine Partnerschaft mit der Stadt.

In den vergangenen Tagen hatte es Irritationen um das Engagement Allianders gegeben, nachdem sich die Aktionäre des niederländischen Netzbetreibers am 2. April dafür ausgesprochen hatten, die Aktivitäten des Unternehmens vorerst auf die Niederlande zu konzentrieren und nicht groß ins Ausland zu expandieren.

Um die Konzession für das Hamburger Stromnetz bewirbt sich neben der Bietergemeinschaft Energienetz Hamburg eG/Alliander AG auch die Stadt Hamburg selbst. Sie hatte Mitte Januar von Vattenfall den bisherigen Stromnetzbetreiber Stromnetz Hamburg GmbH vollständig übernommen. Daneben treten auch der Regionalversorger Eon Hanse und die Veolia Wasser GmbH, die gemeinsam mit der Braunschweiger BS Energy und der Pullacher LHI Leasing GmbH eine Bietergemeinschaft gebildet hat, als Bieter für die ab 2015 geltende Strometzkonzession auf. In einem mehrstufigen Verfahren soll bis zum Jahresende ein neuer Konzessionär gefunden werden. Der Hamburger Senat wird dabei die letzte Entscheidung treffen, das eigene Unternehmen darf er dabei aber nicht bevorzugen.
 

Kai Eckert
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Freitag, 04.04.2014, 16:56 Uhr

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