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Energie & Management > IT - Allgäuer Städte auf dem Weg zur Smart City
Quelle: Shutterstock
IT

Allgäuer Städte auf dem Weg zur Smart City

Das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) investiert in den Ausbau von intelligenten Funknetzen und schafft damit die Grundlage für die Digitalisierung von Allgäuer Städten und Gemeinden.
Die Städte der Zukunft sind Smart Citys. So sieht man das nicht nur im Allgäu, wo die Überlandwerke an entsprechenden Konzepten arbeiten. Es geht um Mobilität und Nachhaltigkeit, die großen Herausforderungen für Städte und Gemeinden. Genauer gesagt zum Beispiel darum, Hauptstraßen in Stoßzeiten zu entlasten, Parks und Alleebäume automatisch und sparsam zu bewässern oder Altglas- und Papiercontainer erst dann zu leeren, wenn sie voll sind.

„Wir haben den Trend ganz zu Beginn beobachtet und verfolgen diesen bis heute konsequent“, erklärte dazu AÜW-Geschäftsführer Michael Lucke. Schon vor vier Jahren hatte man mit der Stadt Kempten und dem Zweckverband für Abfallwirtschaft erste Anwendungsfälle erprobt. Zunächst mit der Füllstandüberwachung von Wertstoffinseln per Sensor. „Die Idee war, die Wertstoffinseln bedarfsgerechter anzufahren, aber auch zu erkennen, ob Dimensionierung und Entleerungsabstände optimiert werden müssen“, so Lucke. Das waren die Anfänge des Lorawan Netzes (Long Range Wide Area Network) im Allgäu.

Seit die Stadt Kempten 2021 den Zuschlag der Bundesregierung im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ gewonnen hatte, entstehen weitere Digitalisierungsvorhaben, etwa für mehr Umwelt- und Klimaschutz oder ein florierendes Stadtzentrum.

Projekte auch in Memmingen und Oberstaufen

Auch die Stadt Memmingen setzt sich mit Hilfe der Förderung der EU-Innenstadt-Förderinitiative für eine smarte City ein. Neben der Frequenzmessung von Fußgängern stehen Fahrzeugzähler zur Meldung von Verkehrsbehinderungen oder eine Auslastungsüberwachung von Parkräumen auf der Projektliste, genauso wie ein Umweltmonitoring zur Beobachtung kritischer Werte oder das Anbringen von Bodensensoren für ein intelligentes Bewässerungsmanagement.
 

Oberstaufen hat im Frühjahr 2021 ein Projekt zur Digitalisierung von 20 Messstellen der Wasser- und Abwasserwirtschaft ausgeschrieben und sich für AÜW als Umsetzungspartner entschieden. Seit Neuestem werden hier die Abwasseranlagen von Sensoren überwacht. Die wöchentlichen Kontrollen durch Mitarbeiter vor Ort fallen weg, über ein Lorawan-Funknetz erfährt man im Bauhof, ob Pumpen und Schieber funktionieren. Auch für die Füllstandsmessung von Regenüberlaufbecken werden Sensoren eingesetzt. Geplant sind weitere smarte Anwendungen in den Bereichen Energiemonitoring, Abfall und Verkehr.

Als Umsetzungspartner unterstützt das Allgäuer Überlandwerk die Kommunen bei der Erhebung und Verarbeitung der Daten auf Basis eines Lorawan-Netzes. Diese Funktechnik ermöglicht die Weiterleitung der Sensordaten, damit sie ausgewertet werden können. „Wir verstehen uns als Digitalisierungspartner in der Region und können mittlerweile vor allem Lösungen für Wasseranwendungen, im Energiemanagement und in der Personen- und Verkehrszählung anbieten“, so Philipp Reisigl, Projektleiter für IoT-Lösungen (Internet of Things) beim Überlandwerk.

Mittwoch, 10.08.2022, 14:41 Uhr
Gnter Drewnitzky
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Allgäuer Städte auf dem Weg zur Smart City
Das Allgäuer Überlandwerk (AÜW) investiert in den Ausbau von intelligenten Funknetzen und schafft damit die Grundlage für die Digitalisierung von Allgäuer Städten und Gemeinden.
Die Städte der Zukunft sind Smart Citys. So sieht man das nicht nur im Allgäu, wo die Überlandwerke an entsprechenden Konzepten arbeiten. Es geht um Mobilität und Nachhaltigkeit, die großen Herausforderungen für Städte und Gemeinden. Genauer gesagt zum Beispiel darum, Hauptstraßen in Stoßzeiten zu entlasten, Parks und Alleebäume automatisch und sparsam zu bewässern oder Altglas- und Papiercontainer erst dann zu leeren, wenn sie voll sind.

„Wir haben den Trend ganz zu Beginn beobachtet und verfolgen diesen bis heute konsequent“, erklärte dazu AÜW-Geschäftsführer Michael Lucke. Schon vor vier Jahren hatte man mit der Stadt Kempten und dem Zweckverband für Abfallwirtschaft erste Anwendungsfälle erprobt. Zunächst mit der Füllstandüberwachung von Wertstoffinseln per Sensor. „Die Idee war, die Wertstoffinseln bedarfsgerechter anzufahren, aber auch zu erkennen, ob Dimensionierung und Entleerungsabstände optimiert werden müssen“, so Lucke. Das waren die Anfänge des Lorawan Netzes (Long Range Wide Area Network) im Allgäu.

Seit die Stadt Kempten 2021 den Zuschlag der Bundesregierung im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ gewonnen hatte, entstehen weitere Digitalisierungsvorhaben, etwa für mehr Umwelt- und Klimaschutz oder ein florierendes Stadtzentrum.

Projekte auch in Memmingen und Oberstaufen

Auch die Stadt Memmingen setzt sich mit Hilfe der Förderung der EU-Innenstadt-Förderinitiative für eine smarte City ein. Neben der Frequenzmessung von Fußgängern stehen Fahrzeugzähler zur Meldung von Verkehrsbehinderungen oder eine Auslastungsüberwachung von Parkräumen auf der Projektliste, genauso wie ein Umweltmonitoring zur Beobachtung kritischer Werte oder das Anbringen von Bodensensoren für ein intelligentes Bewässerungsmanagement.
 

Oberstaufen hat im Frühjahr 2021 ein Projekt zur Digitalisierung von 20 Messstellen der Wasser- und Abwasserwirtschaft ausgeschrieben und sich für AÜW als Umsetzungspartner entschieden. Seit Neuestem werden hier die Abwasseranlagen von Sensoren überwacht. Die wöchentlichen Kontrollen durch Mitarbeiter vor Ort fallen weg, über ein Lorawan-Funknetz erfährt man im Bauhof, ob Pumpen und Schieber funktionieren. Auch für die Füllstandsmessung von Regenüberlaufbecken werden Sensoren eingesetzt. Geplant sind weitere smarte Anwendungen in den Bereichen Energiemonitoring, Abfall und Verkehr.

Als Umsetzungspartner unterstützt das Allgäuer Überlandwerk die Kommunen bei der Erhebung und Verarbeitung der Daten auf Basis eines Lorawan-Netzes. Diese Funktechnik ermöglicht die Weiterleitung der Sensordaten, damit sie ausgewertet werden können. „Wir verstehen uns als Digitalisierungspartner in der Region und können mittlerweile vor allem Lösungen für Wasseranwendungen, im Energiemanagement und in der Personen- und Verkehrszählung anbieten“, so Philipp Reisigl, Projektleiter für IoT-Lösungen (Internet of Things) beim Überlandwerk.

Mittwoch, 10.08.2022, 14:41 Uhr
Gnter Drewnitzky

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